Trotz des heutigen goldenen Oktobertages mit besten Zugbedingungen waren erstaunlich wenige Kleinvögel unterwegs. Während eines zweistündigen Aufenthaltes in der Strickherdicker Feldflur gelangen lediglich folgende erwähnenswerte Beobachtungen: Stare ~80, Feldlerchen ~100, Distelfinken ~30 (im Schwarm), nur einzelne Wiesenpieper, Buchfinken und Bachstelzen sowie eine Singdrossel. Dort auch ein ziehender Trupp Kiebitze (16) und ein Schwarm Ringeltauben (~70), ferner ein Silberreiher, ein Sperber, ein vorjähriger Habicht, ein unberingter diesjähriger Wanderfalke, ein Rotmilan und etwa zehn Mäusebussarde.
Heute zogen kaum Feldlerchen. Entweder waren nur wenige im Gebiet oder sie haben sich auf den begrünten Ackerflächen vollgefressen und nicht blickenlassen. (Foto: H. Knüwer)Ausschnitt aus einem Schwarm Distelfinken in der Strickherdicker Feldflur am 11.10.24 (Foto: H. Knüwer)Während gestern (10.10.) noch drei Schwarzkehlchen auf einer der Feldvogelschutzflächen zu sehen waren, ließ sich heute dort keines ausfindig machen. (Foto: H. Knüwer)Dieser diesjährige Habicht hält sich bereits seit geraumer Zeit im Bereich der Strickherdicker Feldflur auf. (Foto: H. Knüwer)Aus einem Hochspannungsmast startend querte dieser junge (unberingte) Wanderfalke die Strickherdicker Feldflur. (Foto: H. Knüwer)Statt mit Regenwürmern füllt dieser adulte Mäusebussard seinen Kropf mit Hasenfleisch. (Foto: H. Knüwer)Zwei diesjährige Mäusebussarde und ein kreisender Rotmilan interessierten sich zwar auch für den Kadaver, wagten sich jedoch nicht heran. (Foto: H. Knüwer)Gesättigt und mit gefülltem Kropf verlässt der Mäusebussard das Büfett. (Foto: H. Knüwer)
„Edle“ Überraschung im Garten: Kleiner Perlmuttfalter an unserer Sonnenblumen-Staude – ein kurzer Besuch (07.10.24, Foto: C. Rethschulte).Dort ebenfalls, einen Tag später, einer von mehreren Admiralen, etliche Weißlinge und ein Taubenschwänzchen (08.10.24, Foto: C. Rethschulte).Nicht häufig so zutraulich zu Gast … aber wenn die Gartenwiese kurz geschoren ist, findet der Grünspecht dort seine Lieblingsspeise: Ameisen ….…. anschließend noch ein kurzer Zwischenaufenthalt an der Gartenlinde, bevor es zurück in das NSG L. geht (08.10.24, Fotos: C. Rethschulte).Zilpzalp an einer unserer Rosenstauden auf Futtersuche ….…. wie zu sehen – sehr erfolgreich (08.10.24, Fotos: C. Rethschulte).Verschafft sich regelmäßig einen Überblick über die Gartensituation: der Eichelhäher (08.10.24, Foto: C. Rethschulte).Auch für Amseln findet sich am Weißdorn etliches Fressbares – hier ein Weibchen (08.20.24, Foto: C. Rethschulte).Ein weiterer Späher, hauptsächlich wohl auf die Gartenteiche fixiert: dieser Graureiher auf Nachbarns Garage (08.10.24, Foto: C. Rethschulte).
Am 26.09.24 im NSG Tibaum an der Kreisgrenze ein immaturer Löffler – nach den Beobachtungen eines Löfflers zum Monatswechsel August – September bereits die zweite Registrierung der Art innerhalb kurzer Zeit.
Passend dazu am 30.09. am Tibaum in Kiellinie 5 Löffelenten, davon 2 Weibchen.
Löffler am Tibaum, 26.09.2024 Foto: Horst R. KraftLöffler am Tibaum, 26.09.2024 Foto: Horst R. KraftLöffler am Tibaum, 26.09.2024 Foto: Horst R. KraftLöffler am Tibaum, 26.09.2024 Foto: Horst R. KraftLöffler am Tibaum, 26.09.2024 Foto: Horst R. KraftLöffler am Tibaum, 26.09.2024 Foto: Horst R. KraftLöffler am Tibaum, 26.09.2024 Foto: Horst R. KraftLöffler am Tibaum, 26.09.2024 Foto: Horst R. KraftLöffler am Tibaum, 26.09.2024 Foto: Horst R. Kraft
Heute am Feiertag haben wir traditionsgemäß im Zeitraum 7:15-11:15 Uhr die Zugvögel über/an dem Hochbehälter am Hemmerder Schelk erfasst. Während in Richtung Münsterland Sonnenschein zu erkennen war, war bei uns das Wetter leider bis zum Mittag sehr bedeckt bis trüb, bei 7°C und leichtem NO-Wind. Die Vögel zogen zumindest in den ersten Stunden alle streng in südliche Richtung. Viele sehr hoch, sodass viele Kleinvögeltrupps leider nicht gezählt und bestimmt werden konnten. Somit standen nach diesen 4 Stunden insgesamt auf unserem Notizzettel: ca. 40 Kiebitze, 5 Sperber, 2 Rohrweihen, 3 Rotmilane, 1 Wanderfalke (mischte einen großen Ringeltaubentrupp auf), 2 Turmfalken, 2 Mäusebussard, 7 Nilgänse, 61 Kormorane (max. 32 in einem Trupp), ca. 5800 Ringeltauben (max. ca. 3000 in einem Trupp), mind. 270 Buchfinken, mind 8 Bergfinken (2 x nur Rufe), 18 Wiesenpieper, 6 Amseln, 6 Singdrosseln, 2 Wacholderdrosseln, 4 unbestimmte Drosseln, 81 Stare, mind. 14 Feldlerchen (ein Trupp von ca. 80 Vögeln wurde von uns mit einem Fragezeichen ebenfalls als Feldlerchen benannt), mind. 3 Heidelerchen, 1 Gebirgsstelze, 57 Bachstelzen, mind. 11 Erlenzeisige (davon 2x nur Rufe), 6 Goldammern, 1 Rohrammer mit ?, 2 Heckenbraunellen, 3 Schwarzkehlchen (1:2) rastend, 5 Zilpzalps, 5 Kohlmeise (mit Gesang), 5 Blaumeisen, 1 Distelfink (Ruf), mind. 8 Bluthänflinge, 37-42 Rauchschwalben (max. 15-20 in einem Trupp), 2 Dompfaffe sowie 2 Kolkraben.
Zeitgleich tauchten 2 Rohrweihenam Himmel auf……am 03.10.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
Rohrweihe am Hemerder Schelk……am 03.10.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
Einer von 5 ziehenden Sperbern, die wir heute Vormittag beobachten konnten……am 03.10.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
Etwas später am Vormittag tauchten endlich die erwarteten größeren Ringeltaubenschwärme auf……am 03.10.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein reiner Ringeltaubentrupp……am 03.10.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
Den ganzen Vormittag beglückten uns die Rufe der Kolkraben des Hemmerder Schelks……am 03.10.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
Beim heutigen Besuch des Bönener Industriegebietes zeigen sich ein Rotkehlchen, mehrere Blau- und Kohlmeisen, mindestens vier Hausrotschwänze, ein Zilpzalp, mehrere Haussperlinge und ein Turmfalke; hörbar machten sich auch ein Buchfink, eine Bachstelze und ein Wiesenpieper.
Am Gartenteich waren etliche Heidelibellen mit der Eiablage beschäftigt.
Weiblicher Hausrotschwanz auf dem TST-Firmengelände in Bönen ….…. dort auch ihr männliches Pendant (29.09.24, Fotos: C. Rethschulte).Unbestimmtes Heidelibellenpaar bei der Eiablage im eigenen Gartenteich ….Nicht weit davon entfernt eine Große Heidelibelle (29.09.24, Fotos: C. Rethschulte).
Die Renaturierung der Ruhr bei Wickede zieht mittlerweile viele Wasservögel an. Am Wochenende konnten wir beobachten, wie ein Kormoran bei der Jagd erfolgreich war und ein Aal am Stück verschlang. Danach ging er an Land und ruhte sich aus. Weiterhin sahen wir zwei Zwergtaucher-Paare unter der Brücke jagen. Auf den Inseln halten sich viele Kanada-Gänse auf.
Kormoran mit Aal auf der in diesem Abschnitt renaturierten Ruhr zwischen Wickede und Fröndenberg, 29.09.2024 Foto: Marion und Christian KunsemüllerKormoran mit Aal auf der in diesem Abschnitt renaturierten Ruhr zwischen Wickede und Fröndenberg, 29.09.2024 Foto: Marion und Christian KunsemüllerKormoran mit Aal auf der in diesem Abschnitt renaturierten Ruhr zwischen Wickede und Fröndenberg, 29.09.2024 Foto: Marion und Christian Kunsemüller
Der September brachte insgesamt weniger gute Nächte zustande, da viele verregnet oder zu kalt waren, sodass nicht viele Vögel unterwegs waren wie erwartet. So hab ich 8 Nächte mit 74 Stunden (davon 14 Regenstunden) aufgenommen. Dabei konnte ich 388 Individuen aus 15 verschiedenen Arten erfassen. Der durch das Wetter verursachte Zugstau sorgte am 29.09. für einen persönlich All-Zeit-Rekord bei den Singdrosseln mit 195 Ind. in einer Nachte.
Alle erfassten Arten nach Individuenzahl absteigend: 271 Singdrosseln, 72 Rotkehlchen, 11 Graureiher, 11 Baumpieper, 6 Teichhühner, 4 Stockenten, 2 Wiesenpieper, 2 Amseln, 1 Feldlerche, 1 Alpenstrandläufer, 1 Graugans
Auch bei den Eulen gab es einige Aktivität, so flog in einer Nacht eine Schleiereule vorbei und die Waldkäuze sowie die Steinkäuze sind fast nächtlich bei der Herbstbalz zu hören. Am 09.09. konnte ich Rufe verzeichnen, die stark an eine Sumpfohreule erinnern, jedoch die Rufe eines Uhu sind, wie mir ein Experte mitteilte. Bei den mir vorher unbekannten Rufen handelt es sich um das sogenannte „devil’s crackles“. Häufig sind diese zu vernehmen, wenn man sich einem Nest nähert, sie können aber auch in anderen Situationen das ganze Jahr über gehört werden, wenn diese in Aufregung versetzt werden.
„devil’s crackles“ von einem männlichen Uhu am 09.09.2024 (Audio: R. Hirschberg)
Heute in Fröndenberg-Dellwig im Waldgebiet Kasberg konnte ich beobachten 1 Schwarzspecht, 1 Buntspecht, > 5 Kleiber, 2 Eichelhäher, 1 Zaunkönig, 1 Rotmilan.
Im oben genannten Zeitraum wurden an 45 Tagen vormittags insgesamt 140 Stunden (im Mittel 3 Std./Beobachtungstag; max. 5 Stunden) auf dem Haarstrang verbracht und insbesondere alle gesehenen Greifvögel notiert. Das Interesse galt vor allem dem Zug der Wespenbussarde. Gezählt wurde entweder an der Großen Wand (23-mal) oder am Südostrand des Hemmerder Schelk‘s (22-mal).
Nachfolgend ein kurzer Überblick der erzielten Ergebnisse. Dabei werden die Zahlen für beide Beobachtungsstandorte wegen ihrer räumlichen Nähe zusammengefasst. Im Juli fand 1 Zählung statt, im August 21 und im September 23. Angegeben sind in nachfolgender Tabelle 1. die Anzahl der Tage (von insgesamt 45) mit positiven Nachweisen einer Art, 2. die an einem bestimmten Tag notierte maximale Individuenzahl und 3. die durchschnittliche Anzahl Individuen/Stunde über die gesamte Beobachtungsdauer.
Art
Tage mit Nachweisen (%)
Maximalzahl
Mittlere Anzahl/Std.
Turmfalke
42 (93%)
4 (03.08.)
0,49
Rotmilan
38 (84%)
12 (03.09.)
1,02
Mäusebussard
33 (73%)
11 (14.09.)
0,85
Sperber
26 (58%)
je 5 (15./25.08.,18.09.)
0,4
Rohrweihe
16 (36%)
je 5 (28.08., 03.09.)
0,22
Habicht
13 (29%)
je 2 (15./16./22./25.08./19.09.)
0,13
Wespenbussard
12 (27%)
3 (21.08.)
0,13
Baumfalke
8 (18%)
2 (22.08.)
0,06
Wanderfalke
8 (18%)
2 (03.09.)
0,06
Fischadler
4 (9%)
2 (29.08.)
0,03
Schwarzmilan
3 (7%)
2 (16.08.)
0,03
Kornweihe
1 (2%)
1 (21.09.)
0,01
Insgesamt konnten deutlich weniger Greifvögel beobachtet werden als in den vorausgegangenen Jahren. Dies dürfte sicherlich auch auf die oft ungünstigen Witterungsbedingungen zurückzuführen sein (u.a. zu starke Winde, fehlende Thermik). So fiel der Wespenbussardzug im Beobachtungsgebiet weitgehend aus. Während der Hauptdurchzugszeit dieser Art herrschten oftmals starke Ostwinde. Es könnte also gut sein, dass die Vögel weiter westlich durchgezogen sind. Die deutlich größeren Beobachtungszahlen aus westlicher gelegenen Gebieten unterstützen diese Annahme. Es war wohl auch für Wespenbussarde kein gutes Jahr, zumal es auch nur wenige Wespen gab. Zogen im vergangenen Jahr noch fast 6.000 Wespenbussarde über Falsterbo hinweg, so waren es in diesem Jahr nur annähernd 2.700. Die geringere Zahl ziehender Wespenbussarde macht sich dann natürlich auch bei uns bemerkbar.
Nahrungsmangel (schlechtes Mäusejahr) könnte auch ein Grund sein, weshalb die Zahl der beobachteten Mäusebussarde, Turmfalken und Rohrweihen weit hinter den Erwartungen zurückblieben. Bei den wenigen Turmfalken war jedenfalls auffällig, dass sie selten Mäuse, meist Insekten bzw. Käfer, erbeuteten.
Auffällig war zudem, dass Rotmilane viel öfter gesehen wurden als Mäusebussarde. Das mag damit zusammenhängen, dass die Art mit weniger Thermik auskommt als der Mäusebussard.
Weißstorch: 7 am 29.08., 19 [13,6] am 13.09. – Schwarzstorch: 1 am 03.08. – Brachvogel: 5 am 25.08. – Kiebitz: 30 am 01.09., 13 am 03.09., 29 am 19.09., ca. 200 am 21.09. – Goldregenpfeifer: 1 am 03.09. – Kolkrabe: je 12 am 21./22.08 – Kormoran: 7 am 13.08., 21 [5,6,10] am 28.08., 9 [8,1] am 29.08., 15 am 05.09., 8 am 22.09. und 20 [12,8] am 29.09.
ziehender Fischadler am 06.09.24 (Foto: H. Knüwer)Dieser junge Habicht konnte wiederholt an mehreren Tagen im Gebiet beobachtet werden. (Foto: H. Knüwer)Jäger und Gejagter – Mal ist der Kolkrabe der Verfolgte des jungen Habichts …… und mal umgekehrt [22.08.24]. (Fotos: H. Knüwer)Kräftemessen zwischen Habicht und Rabenkrähe [22.08.24] (Foto: H. Knüwer)diesjähriges Sperbermännchen am 01.09.24 (Foto: H. Knüwer)diesjähriger Wanderfalke am 01.09.24 (Foto: H. Knüwer)diesjähriger Wespenbussard am 14.09.24 (Foto: H. Knüwer)
Heute Vormittag flog ein aus Osten kommender Fischadler über die Kiebitzwiese und hielt sich im weiteren Verlauf ausnahmslos im Bereich Ententeich und der Ruhr auf.
Weitere Beobachtungen vom alten Aussichtshügel u.a. : Höckerschwan (1), Graugans (24), Krickente (12), Stockenten (>80), Spießente (>2, neben den bereits von H.Knüwer vor einigen Tagen gemeldeten Erpel hielt sich heute mindestens auch noch ein „weibchenfarbiges“ Ex. zwischen den Enten auf), 5 Graureiher, 5 Silberreiher, 2 Rotmilane und mindestens 2 Braunkehlchen.
Auf einem abgeernteten Maisfeld in der Nähe (bei der alter Eiche) mindestens 150 Graugänse, mindestens 150 Kanadagänse und 22 Rostgänse.
Fischadler im Rüttelflug über der Ruhr in Fröndenberg am 27.09.2024. (Foto: Klaus Matull)
Am alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese waren heute gegen Mittag u.a. zu sehen: 13 Krickenten, eine Spießente (m), zwei Eisvögel, zwei Schwarzkehlchen, mind. zwei Braunkehlchen und ein Schilfrohrsänger (vmtl. der bereits gestern von B. Nikulla, A. Hünting und A.&K. Matull beobachtete und auf dieser Seite gemeldete Vogel).
Krickenten auf der Kiebitzwiese am 23.09.24 (Foto: H. Knüwer)„Köpfchen in das Wasser …“ – Spießente auf der Kiebitzwiese am 23.09.24 (Foto: H. Knüwer)Schilfrohrsänger auf der Kiebitzwiese am 23.09.24 (Foto: H. Knüwer)„Fressen und gefressen werden!“ – Schwarzkehlchen mit Weißling am 23.09.24 (Foto: H. Knüwer)