Mittlerweile sind zahlreiche Jungvögel unterwegs und erkunden die große, weite Welt. Das taten nördlich Steinen heute auch zwei flügge Grünspechte vom Asphalt eines Wirtschaftsweges aus.
Die Beobachtung eines vermeintlichen Wespenbussardpaares nördlich des Hemmerder Schelks wirft Fragen auf. Handelt es sich um ein Brutpaar und wenn ja, wo brütet es? Dies herauszufinden, gestaltet sich mehr als schwierig. Vielleicht schaffen weitere Beobachtungen, bestenfalls mit Beutetransport, oder eine Horstsuche im Winterhalbjahr mehr Klarheit.
Schön anzuschauen war ein ungespritztes Feld voller Klatschmohn, Kornblumen und Kamille im Norden von Hemmerde; ein leider nicht mehr gewohntes Bild in unseren Feldlandschaften.
Junger Grünspecht, kenntlich an dem gesprenkelten Gefieder. (Foto: H. Knüwer)Dieser Wespenbussard (Weibchen) kreiste zusammen mit einem weiteren Wespenbussard und einem Mäusebussard minutenlang in großer Höhe über einem Wald nördlich vom Hemmerder Schelk. (Foto: H. Knüwer)Der zweite Wespenbussard, wahrscheinlich ein Männchen, zeigt Gefiedermerkmale, die eher an ein Weibchen denken lassen. Die breite, abgesetzte Endbinde am Fügelhinterrand sprechen aber doch für ein Männchen. (Foto: H. Knüwer)Ein solches Feld findet sich heutzutage nur noch selten. (Foto: H. Knüwer)
Bussard lauert auf Beute, 16.06.2025, Karl – Heinz LindemannBussard im Abflug. 16.06.2024, Karl Heinz LindemannRehbock immer misstrauisch, 16.06.20255, Karl Heinz LindemannWeißstorch bei erfolgreicher Mäusejagd, 17.06.2025, Karl Heinz LindemannWeißstorch mit fast verschluckter Maus, 17.06.2025, Karl Heinz Lindemann
Kurz nach Sonnenaufgang starten wir unsere morgentliche Exkursion durch das Mühlenbachtal auf den Echthauser Berg, kurz hinter der Grenze Fröndenbergs auf Wickeder Seite. Leider vergebens auf der Suche nach Hirschkäfern. Dafür konnten wir u.a. folgendes beobachten: 2 Mittelspechte, 3 Buntspechte, 1 Kolkraben, 2 Hohltauben, 2 Grauschnäpper, 2 Goldammern, 3 Dompfaffe, 3 Sommergoldhähnchen, 5 Fitisse, 9 Kleiber, 6 Schwanzmeisen, 2 Tannenmeisen, 2 Gartengrasmücken, 2 Eichelhäher, ca. 20 Mauersegler, 1 Turmfalke, 2 Mäusebussarde sowie 2 Zwergtaucher (1 ad.+ 1dj. auf dem gr. Angelteich). Als Highlights in der Insektenwelt konnten wir 3 Kleine Eisvögel, 5-6 Landkärtchen sowie 1 Falkenlibelle beobachten.
Grauschnäpper am Echthauser Berg….am 21.06.2025 (Foto: Andre Matull)
Kleiner Eisvogel im Mühlenbachtal……am 21.06.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Oberseite des Kleinen Eisvogels……am 21.06.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Landkärtchen (Sommergeneration)….am 21.06.2025 (Foto: Andre Matull)
Distelfalter mit vielen Flugstunden……am 21.06.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Falkenlibelle oder auch Gemeine Smaragdlibelle (Cordulia aenea) am Angelteich……am 21.06.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Plattbauchweibchen auf Ansitz……am 21.06.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Blauflügelprachtlibelle ….am 21.06.2025 (Foto: Andre Matull)
Gemeine Becherjungfer……am 21.06.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Rüssel-Rotdeckenkäfer am Wegesrand……am 21.06.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Kleiner Schmalbock……am 21.06.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Auf dem Echthauser Berg mit Insekten am Wegesrand……am 21.06.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Blick ins Sauerland……am 21.06.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Angelteich im Mühlenbachtal. Hier viele Libellen und auch 3 Kleine Eisvögel (typischer und seltener Auwaldschmetterling)……am 21.06.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Habicht-Nachwuchs in einem Traditionsrevier im NSG Mühlhauser Mark – ein Nestling ….…. und das Geschwister als Ästling ganz in der Nähe (22.06.25, Fotos: C. Rethschulte).Am HRB Bönen-Seseke gestern zwei Rotmilane ….…. zur gleichen Zeit über dem Becken, ein Nilgans-Paar mit zwei Pullis …..…. ein Weißstorch im schwindenden Wasser, dazu ein Sumpfrohrsänger, mindestens fünf Mauersegler, zwei Bachstelzen und vier Graureiher (22.06.25, Fotos: C. Rethschulte).Heute im HRB Pelkumer Bach an der Sandbochumer Straße u.a. mehrere Rohrammern ….…. dieser Mäusebussard ….…. und ein Großes Ochsenauge (23.06.25, Fotos: C. Rethschulte).In der Nähe des Modelflugplatzes Pelkum der männliche Part eines der beiden bereits mehrfach von Jürgen Hundorf auf Ornitho gemeldeten Neuntöter-Paare (23.06.26, Foto: C. Rethschulte).
Gestern Abend landete ein Sperber-Männchen auf dem Dach des Nachbarn nachdem er im rasanten Tiefflug unseren Garten durchstreifte.
Die Mauersegler lieben das warme Sommerwetter und drehen laut kreischend ihre Runden. Immer wieder kommen Segler an unsere Brutkästen um vielleicht doch noch eine unbesetzte Höhle zu finden, leider vergeblich, alles besetzt.
Sperber-Männchen, 21.06.25 Foto: Hartmut PeitschMauersegler, 22.06.25 Foto: Hartmut PeitschMauersegler, 22.06.25 Foto: Hartmut PeitschMauersegler inspizieren die Bruthöhlen, leider besetzt. 22.06.25 Foto: Hartmut PeitschImmer wieder schaut ein Segler in die besetzte „Röhre“, 22.06.25 Foto: Hartmut PeitschEben flügge Hausperlinge warten auf Fütterung. 22.06.25 Foto: Hartmut Peitsch
Seit dem 19.06.2025 hat sich ein Zilpzalp die Eiche in unserem Ardeyer Garten ausgewählt und „erzählt“ uns unermüdlich von seinen Erlebnissen.
Drei junge Buntspechte bemühen sich eigenständig an diversen Tothölzern den täglichen Nahrungsbedarf zu decken.
Konkurrenten wie der Kleiber werden energisch vertrieben. Der Grünspecht bevorzugt an den seit Jahren bekannten Stellen sein Ameisenmenü.
Rotmilane und Mäusebussarde kreisen bei excellenter Thermik über der sommerlichen „Idylle“, unterbrochen von Krähenattacken, die offenbar nur nerven. Sperlings-, Meisen- und Amselbrut scheinen in diesem Jahr zahlenmäßig geringer geworden zu sein.
In der Hecke zwischen der Straße „Grünenbaum“ und Bentrop heute ein jagendes Neuntöterpaar im Traditionsbrutrevier. Wahrscheinlich haben sie Nachwuchs zu versorgen.
Auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg konnten wir heute morgen unterhalb vom alten Aussichtshügel an den Schlammufern einen Waldwasserläufer und 2 Flussregenpfeifer beobachten. Wie von H.Knüwer bereits kürzlich vermutet, hat einer der 3 Jungstörche auf der Nisthilfe nicht überlebt. Der Kadaver liegt noch am Rande des Nests. Möglicherweise war der junge Weißstorch schon zu groß/schwer um diesen problemlos von den Eltern aus dem hoch gebauten Nest zu befördern.
Für diesen Zeitpunkt überraschend ist die Beobachtung einer weiblichen Knäkente heute auf der Kiebitzwiese. Außerdem erfreulich: Eine weibliche Schnatterente mit 9 Pulli. Unterhalb vom neuen Aussichtshügel ein männlicher Neuntöter. Ansonsten viel Brutgeschäft bei Kleinvögeln.
In den letzten beiden Tagen wurden nicht nur in Fröndenberg offensichtlich sehr viele Flächen gemäht. Dieses hat an den entsprechenden Örtlichkeiten vor allen Dingen nahrungssuchende Rotmilane, Mäusebussarde, Turmfalken und Graureiher zur Folge. Auf der westlich zur Kiebitzwiese angrenzenden frisch gemähten Grünfläche heute u.a. 9 Weißstörche, ein Schwarzmilan, ein Mäusebussard, 2 Rotmilane und 2 Turmfalken.
Teile des Kadavers eines jungen Weißstorchs hängen am Nest der Nisthilfe auf der Kiebitzwiese herunter. 19.06.2025 (Foto: Klas Matull) Männlicher Neuntöter beim neuen Aussichtshügel auf der Kiebitzwiese am 19.06.2025. (Foto: Klaus Matull)Mittlerweile hier eine etablierte Brutvogelart: Schnatterente mit Nachwuchs auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg am 19.06.2025 (Foto: Andre Matull)Ziehende Knäkenten sind eigentlich grundsätzlich erst ab August zu erwarten. Eventuell macht es auch eine verlorene Brut möglich. Wie auch immer: Dieses Weibchen hat sich die Kiebitzwiese als Rastgebiet ausgewählt. 19.06.2025 (Foto: Andre Matull)Gleiches Prozedere wie jedes Jahr: Weißstörche auf gemähter Grünfläche westlich der Kiebitzwiese am 19.06.2025. Foto: Andre Matull)
In den Rieselfeldern Werne konnte ich heute Morgen endlich den Nachwuchs des dort ansässigen Schwarzkehlchenpaares sehen: 4 Jungvögel flogen dort unter ständiger Bewachung durch das Männchen an einer Zaunreihe hin und her. Im Gebiet außerdem zahlreiche singende Rohrammmern, teilweise Futter tragend. Das immer noch im Gebiet anwesende Kiebitzpaar dürfte mindestens ein flügges Jungtier haben, denn beim Überflug eines Weißstorches, flogen drei Kiebitze auf, von denen ich zwei sicher als Altvögel ansprechen konnte, der dritte Vogel war wohl ein flügger Jungvogel. Nachtrag von vorherigen Beobachtungen: Am westlichen Rand des kleines Waldgebietes „Vogelsang“ in Werne-Ehringhausen habe ich ein weiteres Neuntöter-Revier gefunden. Am SGV-Heim in Cappenberg konnte ich einen Futter tragenden Grauschnäpper beobachten, der in einem der zahlreichen Nistkästen brütet, dort auf weiterhin ein Gartenrotschwanzmännchen. Außerdem in der Feldflur nördlich der Südkirchener Straße in Werne-Ehringhausen sowie westlich der Ökologiestation in Bergkamen-Rünthe zahlreiche, warnende Wiesenschafstelzen, teilweise bereits mit Nachwuchs.
Im Mühlhausener Hellweg und in einer angrenzenden Straße sind an mehreren Häusern Mauerseglerkästen angebracht. Am Abend des 16.06.2025 konnten mindestens 8 jagende Individuen beobachtet werden. In mindestens 3 Kästen wird gebrütet bzw. gefüttert. In einem Kasten an einem Privathaus wurde eine Kamera installiert. Nach 2 ausgeflogen Jungvögeln im Jahr 2024 ist in diesem Jahr dort nur ein Jungvogel geschlüpft und nun kurz dem Ausflug in die unbekannte Welt.
junger Mauersegler am 16.06.2025 (Kameraufnahme K. Setzer)
In den Hemmerder Wiesen kam es am frühen Morgen immer wieder zu Verfolgungsflügen von vier (!!) gleichzeitig anwesenden Kuckucken. Alle Vögel trugen ein graues Federkleid. Dort auch ein Rotmilan, der am Rande der gemähten Wiesen in einem Baum wohl die Nacht verbracht hatte (gestern ebenda ein Schwarzmilan).
In der Strickherdicker Feldflur ein Neuntöter (M) am Rande einer der beiden Feldvogelschutzflächen und erneut eine jagende Rohrweihe (W).
Hier verfolgen sich drei der vier in den Hemmerder Wiesen am 17.06.25 anwesenden Kuckucke. (Foto: H. Knüwer)Gelegentlich verfolgten sich auch nur zwei. (Foto: H. Knüwer)
Heute gegen 12.30h erscheint dieses Wespenbussard-Weibchen über dem NSG Lettenbruch und entschwindet nach erreichter Flughöhe Richtung Südwesten; da bei den Wespenbussarden beide Partner brüten, ist ein solcher „Ausflug“ eines Weibchens nicht besorgniserregend (15.06.25, Foto: C. Rethschulte).Am späten Nachmittag steigt auch dieser Turmfalke über dem NSG L. auf, ist aber nach wenigen Minuten größentechnisch nicht mehr von den am Himmel jagenden Mauerseglern zu unterscheiden (15.06.25, Foto: C. Rethschulte).In einer Gebüschfläche in Bergkamen nahe dem Schnittpunkt von Industriestraße und Eisenbahnlinie zeigt sich dieser männliche Neuntöter; darüber hinaus u.a. zu sehen und zu hören: Buntspecht, Eichelhäher, mehrere Fitisse, zwei Sumpfrohrsänger, Singdrossel, Mönchsgrasmücken, Grünfinken, ca. 20 Stieglitze und Bluthänflinge (15.06.25, Foto: C. Rethschulte).
Eine Nachtexkursion brachte in der Nacht zu Samstag den 14.06. überraschenderfreuliche Ergebnisse. Die Bedingungen waren ideal, mit anfänglich 26°C bis schließlich 15,5°C, einem überwiegend klarem Himmel und nahezu keinem Wind, konnten Rufe schon aus großer Distanz wahrgenommen werden. Von 23:00-5:00 haben wir an insgesamt 30 Stellen gehalten und mit dem Einsatz einer Klangattrappe gezielt Wachtelkönige und Wachteln gesucht. Auch wenn leider kein Wachtelkönig dabei war, waren es immerhin insgesamt 9 (!) rufende Wachteln:
1x östlich Schlückingen, 1x östlich Bausenhagen/Hellkammer, 1x nördlich Bentrop/Grünenbaum (bereits mehrfach auch am Tage hier gehört), 1x westlich Wiehagen, 1x östlich Wickede/Wasserwerke (von meiner Frau Hannah gehört), 1x nördlich Westhemmerde, 1x östlich Hemmerder Wiesen (bereits aus einer Entfernung von 2km gehört!) und 2x Hemmerder Ostfeld.
Außerdem auf unserem Weg noch 12 Sumpfrohrsänger, 2 Gelbspötter, 2 Kuckucke, 1 Feldschwirl, 1 späte Nachtigall, 1 unbestimmter Marder und an 2 Stellen jeweils 1 junger Fuchs auf der Straße.
Tolle Stimmung während unserer Nachtexkursion, 14.06.2025 Foto: Marvin StahlSchleiereule ruft nördlich Westhemmerde, 14.06.2025 Tonaufnahme: Stefan HelmerSchlagende Wachtel nördlich Fröndenberg Bentrop, 14.06.2025 Tonaufnahme: Stefan Helmer