Heute Abend hatten meine Frau und ich noch ein schönes Naturerlebnis im Garten. Eine Waldrohreule ließ sich in unserem Wallnussbaum nieder.
Erstaunlich, wie einfach die Fotos zu machen waren. Die Eule harrte ca. 1/2 Stunde im Baum aus.


Heute Abend hatten meine Frau und ich noch ein schönes Naturerlebnis im Garten. Eine Waldrohreule ließ sich in unserem Wallnussbaum nieder.
Erstaunlich, wie einfach die Fotos zu machen waren. Die Eule harrte ca. 1/2 Stunde im Baum aus.


Während einer Fahrradtour durch das Hemmerder Ostfeld hörte ich den unverkennbaren, zackig-schnell vorgetragenen Ruf (Pickperwick) einer Wachtel. Sie befand sich am Rande eines Gerstenfeldes, kurz vor einem Grünstreifen. Nach längerem Zuhören stellte ich fest, dass eine weitere Wachtel in ca. 50 Meter Entfernung rief. Ein Blickkontakt, geschweige denn ein Foto, blieb mir leider verweht. Zudem sind noch die folgenden Vogelarten erwähnenswert: 1 Rohrweihe (M), 2 Mäusebussarde, 2 Turmfalken, 2 Gelbspötter und ein Sumpfrohrsänger (an der Kreisgrenze zu Soest), etliche Schaf- und Bachstelzen, zahlreiche Bluthänflinge, Dorngrasmücken, Mehl- und Rauchschwalben sowie 2 noch singende Feldlerchen.
Gestern Abend konnte ich nördlich der Bahnlinie zwischen Hemmerde und Westhemmerde mindestens 20 Stieglitze (darunter mindestens 8 – diesjährige) an den Feldrändern beobachten.



Abends am Traffohaus Ternsche gegen 22.30 Uhr wurden die Jungen Schleiereulen schon draussen gefüttert. Einige Tage davor konnte ich sie im Kasten durchzählen und kam auf 7 Eulen.
Vom angrenzendem Wäldchen riefen 3 juv. Waldohreulen und ein Altvogel und vom nahen Reiterhof etwas später noch 2 Steinkäuze.
Muss ein gutes Mäusejahr sein.
Bekanntlich ist Oswald Schwarz am 07.05.2021 im Alter von 88 Jahren von uns gegangen. Das läßt sich nüchtern dahersagen. Aber seitdem drängt es mich, ihm zu Ehren aus meinem Nähkästchen zu plaudern.
Nun, es sind nur Facetten aus einem reichhhaltigen Leben, von denen ich hier berichten kann. Aber Oswald war mehr, als einfach nur soundsoviel Jahre hier und da aktiv. Für mich so sehr ein Leitbild, mehr aus meinem Leben zu machen, als der in Job, TV und Konsum verstrickte Alltag vieler Zeitgenossen.
Bevor ich 1956 geboren wurde ist Oswald aus kulturellem Interesse schon mit dem Fahrrad in Richtung Bulgarien, Griechenland und Türkei unterwegs gewesen. Lebhaft habe ich seine Erzählungen in meiner Erinnerung. Nichts zu essen in Bulgarien und das Glück, ein von einem Bauern, der zum Markt fuhr, ein vom Pferdewagen verlorenes Brot auf der Straße zu finden. Die Unfreundlichkeit mancher Grenzer damals. Wo nur der türkische Grenzer sie wegen ihrer ungewöhnlichen Herkunft zum Tee einlud. Geschichten, die sich auf Radtouren bis Afghanistan und Indien fortsetzten. Wie gesagt, mit dem Fahrrad, vor ca. 60 Jahren.
Wenn Oswald erzählte wurde man still und hat andächtig zugehört. Ich habe ihn mal eingeladen, mit zu kommen, zum Uhu-Brutplatz an der Stadthalle Hagen. Unterwegs entdeckten wir einen Roten Holunder vom fahrenden Auto aus. An der B 236 nahe Freischütz. Und Oswald erzählte, wie die Schwarzwälder Kirschtorte vor Jahrzehnten hier bekannt und eingeführt wurde. Wie er Bäckermeister bei der Firma Kanne war. Wie es zur Auseinandersetzung mit dem Chef kam, wegen der Rezeptur, wo er sich durchsetzte. Wo sie mit seiner Idee grad die erforderliche Nasenlänge der Konkurrenz voraus waren, um im Freischütz Fuß zu fassen. Was damals als beliebtes Ausflugsziel mit der wichtigste Absatzmarkt war. Bei all seinen Erzählungen blieb Oswald herzerfrischend, human, war nie überheblich. So ein außergewöhnlicher, liebenswerter Charakter.
Seine besondere Hingabe galt den Pflanzen. Standorte von Orchideen, Glockenblumen, einem besonders altem und großwüchsigem Pfaffenhütchen. Und vor allem vom Dornigen Hauhechel hat er mir gezeigt. Davon lebt in mir sein Bemühen weiter, diese in unserer Kulturlandschaft selten gewordene Pflanze wieder zu vermehren.
Wie gesagt, ich kann nur einzelne Facetten aus seinem Leben schildern, keinen umfassenden Bericht erstatten. Erwähnen möchte ich abschließend noch, wie Oswald zu seinem 80. Geburtstag auf Geschenke verzichtete; und stattdessen zu Spenden für die NAJU des Kreises Unna aufrief. Ich durfte mit organisieren und ihn fahren, als es zum Treffen mit der NAJU kam, zur Spendenübergabe.. Es war mir immer eine Ehre, mit Oswald zusammen zu sein. Und um es nochmal zu erwähnen, war er mir ein Vorbild, in seiner Bescheidenheit und Menschenfreundlichkeit, mehr aus dem eigenen Leben zu machen, als die breite Masse um uns herum.

Einem glaubwürdigen Hinweis auf flügge junge Waldohreulen vom 01.06.2021 konnten wir erst Tage später folgen. Statt der erhofften Waldohreulen entdeckten wir einen Grünspecht und zwei rufende Rebhühner in der Feldflur unmittelbar nördlich des Selmer Stadtrandes.



Am 19.06.2021 kreisten über unserer Siedlung an der Grenze zu Horstmar 7 Störche und ein Mäusebussard. Sie nutzen relativ lange die gute Thermik und zogen in großer Höhe ihre Bahnen. Daher Aufnahmen mit starkem Crop.
Das Findelkind an unserem Segler- und Schwalben-freundlichen Haus meiner Mutter ist wieder ins Eigenheim eingezogen und bis jetzt auch darin geblieben.




Bei meiner ca. 15 km langer ornithologischen Wanderung durch den Hochwald bei Hemer/Deilinghofen konnte ich u.a. folgendes beobachten: 1 Tannenhäher, 2 Schwarzspechte (ob Paar oder Altvogel mit Jungvogel war nicht erkennbar), 4 Kolkraben (1 Ex. ruft am Ortsrand aus dem Wald + 3 Kolkraben (Familienverband?) im Flugkampf mit einem Mäusebussard über dem Stephanopler Tal), 2 singende Baumpieper, 2 Birkenzeisige (1:1, mit Fluggesang), 3 singende Tannenmeisen, 2 Haubenmeisenreviere (1 x mit flüggen Jungvögeln im Familienverband), an mind. 20 Stellen Sommergoldhähnchen, mind. 2 Dompfaffreviere, > 10 singende Fitisse, ca. 10 singende Dorngrasmücken (meist in den Schonungen), >5 singende Singdrosseln, einzelne Buntspechte mit flüggen Jungvögeln sowie 1 Rotmilan.









Bei meiner heutigen Wanderung bei Hemer/Deilinghofen habe ich ab etwa Sonnenaufgang (5.15 Uhr) bis ca. 11 Uhr nebenbei grob die Schmetterlinge direkt am Wegesrand erfasst. Dabei notierte ich, ohne gezielte Suche, alle „größeren“ Falter, die ich bis zu ca. 3 Meter Abstand zum Weg entdeckte. Kleinere Nachtfalter wie z.B. Motten oder Wickler, habe ich nicht gezählt. Hier lag die Zahl der umherfliegenden Insekten zu hoch bzw. war zu unübersichtlich für eine „beiläufige“ Bestandserfassung. Denn mein Hauptaugenmerk lag natürlich bei der Vogelwelt!. Im Ganzen war die Beobachtungsliste auf dem ca. 15 km langem Wanderweg doch ernüchternd. Die etwas höheren Zahlen einiger Schmetterlingsarten darf nicht hinüber hinwegtäuschen, dass auch im Hochwald das Artensterben zu beobachten ist. So stand auf besagter Liste am Ende folgende Minimumzahlen: 17 Kleine Füchse, 3 Distelfalter, nur 3 unbestimmte Weißlinge, 10 Rostfarbige Dickkopffalter, 2 Hauhechelbläulinge, 2 Kleine Wiesenvögelchen, 12 Pantherspanner, 9 Rotkragen-Flechtenbärchen, 1 Hartheuspanner, 1 Moorwald-Adlerfarnspanner, 1 Labkrautspanner (unbestimmt), 14 Nachfalter (nicht bestimmbar im Flug) sowie 3 Schmetterlinge, wo ich nicht erkennen konnte , ob Nacht- oder Tagfalter. Die ornithologischen Beobachtungen folgen in einer Extra-Meldung!













Im Kreis Unna gibt es an verschiedenen Orten Mäusebussard-, Habicht- und Rotmilan-Nachwuchs zu beobachten; hinzu kommt ein zweites Wespenbussard-Brutrevier.











Im HRB der Seseke fiel mir unter den >8 Graureihern ein sehr dunkel gefärbter Reiher auf, wahrscheinlich ein Jungvogel, der etwas aus der Art geschlagen erscheint, ein Purpurreiher dürfte eher brauner gefärbt sein. Über dem Becken >25 Mauersegler, ~10 Rauch- und ~10 Mehlschwalben. Am Ufer 6 Kiebitze, 2 Waldwasserläufer und 6 Bachstelzen. In der Seseke Teichhühner mit 6 Küken.




Wie schon von Gregor Zosel beschrieben, ist der Höhepunkt der Brutzeit bei vielen Vögeln erreicht oder überschritten. In den Hemmerder Wiesen heute noch Gesang von Gartengrasmücken, Dorngrasmücken, >3 Sumpfrohrsängern, 1 Gelbspötter, 1 Nachtigall, 1 Kuckuck. Gestern, 17.06., ebenda sogar noch 3 Kuckucke (2,1), wobei das Weibchen diesmal der grauen Morphe angehörte – also nicht identisch mit dem zuletzt hier beobachteten Weibchen (braune Morphe), >2 Kiebitze. Die 4 (!) Jungstörche im Grenzbereich zur Horster Mühle sind inzwischen fast ausgewachsen.
Am Mittwoch, 16.06., über Frdbg.-Hohenheide ein kreisender, männlicher Wespenbussard. Der Vogel erinnerte vom Färbungstyp sehr an ein Männchen, das am 29.05.21 über dem Hemmerder Schelk kreiste und schließlich nach SO abflog. In den Bielenbüschen bei Frdbg.-Frömern flügger Waldkauznachwuchs (> 2 Jungvögel)
Aus dem Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede gibt es vom Besuch am letzten Wochenende, 13.06., zu berichten, dass das mehrfach gemeldete Flussregenpfeifer-Paar die Brut in einem Filterbecken erfolgreich zu Ende gebracht hat: 4 muntere Jungvögel! Ebenda erwähnenswert – ein nach Libellen jagender Baumfalke.
Abschließend einige Bemerkungen zu den vielfach zu beobachtenden alarmierenden Bestandseinbrüchen oder Totalausfällen bei vielen Schmetterlingen. Auch die von Gregor Zosel gemeldeten Falter trösten nur wenig über die geringen Individuen- und Artenzahlen hinweg. Nach meinen Beobachtungen scheinen neben den fortbestehenden negativen Einflüssen wie Lebensraumzerstörung und Pestizideinsätzen zunehmend auch Temperatur-Extreme eine Rolle zu spielen. Ein entscheidender Zeitabschnitt ist hier das Winterhalbjahr, das Schmetterlinge als Ei, Puppe, Raupe oder Falter in einem Ruhezustand überstehen. Sinkende Temperaturen leiten die Winterpause ein – steigende Temperaturen beenden sie schließlich. Unter Zuchtbedingungen kann man die Winterruhe einer Schmetterlingspuppe durch künstliche Kälte- und dann Wärmereize von mehreren Monaten auf wenige Wochen verkürzen. Gerade im vergangenen Winter hatten wir nach eigenen Wetteraufzeichnungen mehrfache Wechsel zwischen Phasen mit starken Frösten und anschließenden Warmperioden mit zweistelligen Temperaturen. „Falsche“ Temperaturanreize können eine optimale Synchronisation der Lebenszyklen mit der für die Fortpflanzung nötigen Entwicklung der Vegetation empfindlich stören. Auch tödliche Krankheiten oder Pilzbefall treten in feuchtwarmen Wintern gehäuft auf.












Meine Morgenspaziergänge ging in den letzten drei Tagen entlang der Ruhr vom Münzenfund (NSG Kiebitzwiese) bis zum Himmelmann Park. Hierbei legte ich meinen Hauptaugenmerk auf das „Kleingetier“ entlang des Weges. In der Vogelwelt fängt langsam die „Sommerflaute“ an. Viele Vögel haben ihr Jungvögel flügge und beginnen mit ihrer Mauser. Die Gesangstätigkeit nimmt langsam ab. Bei der unerträglichen Hitze schon ab den frühen Morgenstunden ist die Aktivität in der Vogelwelt auf das Notwendigste runtergefahren. Somit habe ich an diesen Tagen mal nicht gezielt Vogelarten und deren Zahlen notiert.






















Heute auf altbekanntem Nest im NSG „Lippeaue von Werne bis Heil“ drei fast flügge Jungstörche in der Sonne stehend.
Auf dem Offenlandkomplex (Getreide, Mais, extensiv genutzte Magerweide) südlich des ev. Friedhofes Heil mehrere Schafstelzen (vermutlich > 3 Brutpaare) und mind. ein Brutpaar Feldlerchen. Dazu einige Stieglitze und zwei Goldammern.
An der Blänke Disselkamp zwei sachte warnende Kiebitze (vermutlich Nachgelege) und einzelne Rohrammern.
Am 09.06.21 gelangen am Beversee diese Serien-Fotos der wiederholten Paarung des Großen Granatauges.





