Autor: Klaus Nowack

Werne: Brachfläche Zeche Werne I/II – Weltgrößte Surfanlage, 02.06.2021 (Klaus Nowack)

Auf der Brachfläche Zeche Werne I/II ist geplant, die „Weltgrößte Surfanlage“ entstehen zu lassen.

Dazu Gedanken aus dem Naturschutz vor Ort:

Wir beklagen mit der Vernichtung tropischer Regenwälder und Urwälder in der kaltgemäßigten Klimazone den apokalyptischen Verlust biologischer Vielfalt – weit weg vor unserer Haustür. Das Insektensterben hat weltweit dramatische Ausmaße angenommen.

Falls die beabsichtigte Anlage eines „Surf-Paradieses“ auf der Brache der Zeche Werne realisiert wird, nimmt man damit die Vernichtung einer Fläche mit überregionaler Bedeutung für den Artenschutz vor der eigenen Haustür billigend in Kauf.

Nach jahrzehntelanger Nutzungsaufgabe entwickeln sich die meisten Industriebrachen zu wertvollen Ersatzlebensräumen für viele Tier- und Pflanzenarten, die heute aufgrund der intensiven Landnutzung verbunden mit gleichzeitigen, großtechnischen Veränderungen der Landschaft selten geworden oder vom Aussterben bedroht sind.

Ein herausragendes Beispiel ist die Zechenbrache Schacht 7 in Langern. Hier kann man heute zahlreiche Insekten- und Pflanzenarten finden, die nach der Roten Liste bereits gefährdet oder stark gefährdet sind (z. B. Blauflügelige Sand- und Ödlandschrecke, Kratzdistel-Rüsselkäfer, Trauer-Rosenkäfer, Gallische Feldwespe). Der Feldthymian, der im Kreis Unna bereits als verschollen galt, wurde auf dieser Fläche wiedergefunden.

Kennzeichnend für solche Brachflächen sind:

  • Nährstoffarmut
  • offene, vegetationsarme Flächen,
  • Stickstoffarmut und ein
  • trocken-warmes Mikroklima

Vielen konkurrenzschwachen Arten, welche die vorstehend genannten Bedingungen für ihre Existenz benötigen, finden hier eine geeignete Zufluchtsstätte und diese gewährleistet das Überleben in ausreichenden Populationsgrößen.

Häufig sind Industriebrachen bedeutsame „Hot Spots“ der Artenvielfalt.

Blauflügelige Sand- und Ödlandschrecken sind bei uns ein Sinnbild für äußerst wertvolle Industriebrachen mit extrem hoher Artendichte.

Die Lokalpolitik im Kreis Unna und in der Stadt Werne würde mit dem Verzicht auf diese Planungen ein beispielhaftes Zeichen im verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, Arten- und auch dem Klimaschutz setzen. Mit dem Bau und dem Betrieb der Anlage (aber auch mit rückkoppelnden Wirkungen – hier z. B. erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Tages- und Wochenendtouristen) werden zusätzlich erhebliche CO2-Emissionen freigesetzt, die in ihrer Menge langfristig gar nicht absehbar sind. Daher kann und darf man sich in der heutigen Zeit mit einem galoppierendem Klimawandel den Bau eines solchen Mega-Projektes gar nicht mehr leisten.

Kiebitzkartierung Werne-West vorverlegt am 26.03.2021( Klaus und Gabi Nowack)

Aufgrund der schlechten Wetteraussichten für den 27.3.2021 haben wir uns entschlossen schon heute die Kiebitzkartierung durchzuführen.

Auf allen bekannten Brutplätzen im Werner Westen war kein einziger Kiebitz festzustellen.

Was uns aber völlig überrascht hat ist die Tatsache, dass wir auf bisher unbekannten Flächen Kiebitze notieren konnten.

Merke: Kiebitze sind nicht nur auf den angestammten Brutplätzen zu finden.

Somit konnten wir für den Werner Westen 5 Revierpaare, 2 Brutpaare und ein balzendes Männchen ( evtl. bereits sitzendes Weibchen, Fläche ist schlecht einzusehen ) beobachten

Werne: Austernfischer und mehr in den Rieselfeldern am 10.03.2021 (Klaus Nowack)

Am morgen konnte ich folgende Arten in den Rieselfeldern notieren: 2 Höckerschwäne, 3 Weißwangengänse, min. 220 Blässgänse, 6 Graugänse, min. 31 Schnatterenten, 8 Pfeifenten, 5 Krickenten, 20 Stockenten, 2 Löffelenten, 1 Kormoran, 2 Graureiher, 3 Mäusebussarde, 1 Austernfischer, 5 Kiebitze, 60 Ringeltauben, 8 Elstern, 2 Saatkrähen, 50 Rabenkrähen, min. 11 Stare, 1 Wacholderdrossel, 1 Singdrossel rufend, 1 Wiesenpieper, 5 Rohrammern ( 3 Weibchen 2 Männchen)

Werne: Sperber,Turmfalke,Feldlerchen und mehr am 13.02.2021

Eine für mich ganz ungewöhnliche Beobachtung konnte ich heute auf einem Acker machen. Turmfalke und Sperber waren auf dem selben Acker auf Nahrungssuche, nahmen aber sehr aufmerksam gegenseitige Bewegungen war, bis hin zum „kennen -lernen“. Der Turmfalke nahm direkten Körperkontakt zu Sperber auf und das alles ohne Stresssituation.

Weiter waren hier zu notieren, 11 Feldlerchen 2 Rohrammern, min. 300 Bluthänflinge und vereinzelte Buchfinken.

Die Kontaktaufnahme durch den Turmfalken am 13.02.2021 (Foto: Klaus Nowack)
„von Misstrauen keine Spur, Sperber und Turmfalke am 13.02.2021 (Foto: Klaus Nowack)
Sperber fliegt gelangweilt ab am 13.02.2021 (Foto: Klaus Nowack)

Werne:Kraniche, Feldlerche am 09.02.2021 (Klaus Nowack)

Seltene Gäste haben wir seit 3 Tagen im Garten, täglich kommen 4 Feldlerchen an die eingerichtete Bodenfütterung. Das zeigt die Not der Tiere bei diesen Temperaturen ….

gegen 15:30 zogen ca. 70 Kraniche über unser Haus hinweg Richtung Norden.

Feldlerche an der Futterstelle im Garten in Werne am 09.02.2021 © Klaus Nowack

Werne: Hänflinge und mehr am 07.02.2021 (Klaus Nowack)

Eigentlich hatte ich erwartet, dass die von mir vor wenigen Tagen gemeldeten Bluthänflinge den Acker( Zwischenfrucht- Acker Senf) verlassen würden wo sie seit Ende 2020 zu „überwintern“ versuchen. Doch der Schwarm ist mittlerweile auf min. 400 Ind. angewachsen.

An den Futterstellen im Garten ( eingerichtet sind 5 Ganzjahresfutterstellen) nimmt gerade bei diesen Schneeverhältnissen die Anzahl der Besucher zu, so konnte ich neben Amseln, Sumpf, Blau- und Kohlmeise Buntspechten und ungezählte Buchfinken , Rotkehlchen, Distelfinken, auch vereinzelte Bergfinken und natürlich Sperber, die sich ihren Anteil am Futterangebot nicht entgehen lassen notieren.

Werne: Vogeldaten aus den Rieselfeldern am 30.01.2021 (K.Nowack)

Selbst nach den vergangenen Regentagen ist eine erwähnenswerter Wasserstand auf den „Feuchtflächen“ eher ein Wunschdenken.

Trotzdem konnte ich diese Arten heute früh bei recht kalter Witterung notieren:

4 Höckerschwäne, mind. 221 Kanadagänse, 4 Nilgänse, 1 Weißwangengans, 1 Hybrid-Kandagans , 105 Blässgänse, 19 Graugänse, 11 Ringeltauben, 25 Rabenkrähen, 112 Stare, 41 Wacholderdrosseln, 1 Schwarzkehlchen, und 1 Silberreiher. Vereinzelt noch Blaumeisen und Amseln.

Werne: Beobachtungen in den Rieselfeldern am 26.01.2021 (K.Nowack)

Am frühen Nachmittag konnte ich folgende Vogelarten notieren: mind. 187 Kanadagänse ( 1 Hybridgans Kanada- xxx) mind. 152 Blässgänse, 2 Nilgänse, 4 Graureiher, 11 Rabenkrähen, 1 weibchenfarbiges Schwarzkehlchen, 2 Rotkehlchen, und 1 Mäusebussard

Nach wie vor sind alle Flächen trocken, nur die angelegten Blänken führen etwas Wasser.

Beobachtungen im NSG Beversee am 23.01.2021 (Klaus Nowack)

Folgende Arten konnte ich heute notieren:

× Ringeltauben, 6 Amseln,2 Silbermöwen (1x adult,1xK2) , 4 Kernbeißer, 1 Graureiher, 14 Kormorane, 4 Buchfinken, × Blaumeisen, × Kohlmeisen, 1Grünspecht, 1 Buntspecht 1 Gebirgsstelze, 2 Eichelhäher, 73 Blässhühner, 117 Stockenten, 2 Höckerschwäne, 5 Tafelenten, 7 Reiherenten, 2 Löffelenten.