Bei einem kurzen Kurztripp zur Schoofbrücke wieder etliche Gänse: Etwa 250 Exemplare, großräumig verstreut, überwiegend Blässgänse, 11 Nonnengänse darunter.
Autor: admin
Kreis Unna/NRW/BRD: Praxishandbuch Kiebitzschutz des NABU/MOIN erschienen – AG-Gründung im Februar, 09.01.2019 (Mitt.: K. Lilje)
Kristian Lilje von der NABU-Naturschutzstation Münsterland weist auf die aktuelle Neuerscheinung zum Kiebitzschutz hin:
Praxishandbuch Kiebitzschutz
Das MOIN [Michael-Otto-Institut] hat, unterstützt durch seine Partner, ein Praxishandbuch zum Kiebitzschutz erstellt (44-seitige Broschüre „Kiebitze schützen – Ein Praxishandbuch“). Inhalte sind unter anderem Biologie und Gefährdung des Kiebitzes, Hinweise zur Freilandarbeit mit Kiebitzen sowie praktische Tipps zum Schutz im Grünland und Ackerland. Erhältlich über den NABU-Shop oder als pdf-Download:
https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/agrarvoegel/181127-nabu-kiebitzschutz-handbuch.pdf
Zudem wird unter der Leitung der Projektkoordinatoren vom Michael-Otto-Institut im NABU (MOIN Schleswig-Holstein) eine bundesweite AG Kiebitzschutz gegründet.
Die offizielle AG Gründung wird im Rahmen der Tagung „Perspektiven des Kiebitzschutzes in Deutschland“ vom 8.-9. Februar 2018 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster auf Einladung der Universität und der NABU-Naturschutzstation Münsterland stattfinden.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Am Samstagnachmittag werden eine Exkursion in die Rieselfelder Münster sowie eine Nestfinder-Schulung angeboten.
Bönen: Stunde der Wintervögel am 06.01.2019, 09.00 – 10.00h (Clemens Rethschulte)
Ich habe mich am Sonntag in dem oben genannten Zeitraum der Zählung in unserem Garten angenommen und folgendes beobachtet:
20 Kohlmeisen, 15 Blaumeisen, 10 Haussperlinge, 2 Heckenbraunellen, 4 Buchfinken, 1 Elster, 3 Rotkehlchen, 6 Ringeltauben, 2 Sumpfmeisen, 2 Buntspechte, 4 Amseln, ein Mittelspecht (war zweimal an der Futterstelle) und ein Grünspecht (gehört).
Die Gruppe von ca. 8 Schwanzmeisen, die regelmäßig bei uns auftaucht, ist leider im vorgesehenen Beobachtungszeitraum nicht erschienen. Schade – hätte sie gern hinzugefügt.
Menden: Uhu, Grauspecht, Schwarzspecht, Kolkrabenpaar, Wasserralle, Feldschwirl, Teichrohrsänger und Flußregenpfeifer am 01.05.2011 (G. + M. Wenner, G. Zosel)
Heute bei der vergeblichen Suche nach der Zippammer im Steinbruch bei Asbeck/Eisborn hatten wir doch Kostbarkeiten. So konnten wir für dieses Jahr auf der Talsohle wieder 5-6 Paare des Flußregenpfeifers notieren. Auf und an dem kleinen See, der von einem Schilfgürtel und Weidengebüsch umgeben ist, konnten wir eine Wasserralle vernehmen. Hier auch mindestens 1 singender Teichrohrsänger, 1 Rohrammer (M), 1 Feldschwirl, 3 Kanadagänse, 1 Nilganspaar, 3 Reiherenten und 5 Stockenten. Am großen See 2 Stockenten, 2 Graureiher und 4 Kormorane. An der Ostwand des Steinbruchs ein Grauspecht und ein Kolkrabenpaar. Ein Schwarzspecht flog von hier in westliche Richtung ab. Im gesamten Gelände mehrere Birkenzeisige und Hausrotschwänze. Höhepunkt aber war der Uhu, der von 3 Rabenkrähen aus der Westwand aufgescheucht wurde. Hier hat er wohl (nur ?) seinen Schlafplatz gehabt, da die Wand direkt am Fahrweg liegt. Aus Berichten einiger Steinbrucharbeiter aus den Vorjahren, soll ein Uhupaar in der Ostwand brüten. Ob es allerdings umgezogen ist, ist nicht bekannt. Da der Uhu hinter uns startete und wir ihn erst bei dem Flug über uns wahrnahmen, ist leider nur ein Beweisfoto vom „Allerwertesten“ geglückt.
Menden/Balve: Schwarzstorch, Flussregenpfeifer, Rohrammer, Teichrohrsänger, Wasserralle, Haubentaucher, Baumpieper, Neuntöter am 1.06.2009 (G. Zosel, W. Prünte)
Die Zippammer heute am Vorjahresbrutplatz im Bruch der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke im Hönnetal vergeblich gesucht. Stattdessen überzeugten uns 8 Flussregenpfeifer-Reviere von der Qualität dieses Kalkabbaugebietes. 7 dieser Paare befanden sich auf der etwa 10 ha großen Talsohle dieses Bruches. In einem inzwischen mit reichen Schilfsäumen ausgestatteten Sedimentbecken innerhalb dieses Steinbruchs befinden sich wenigstens 15 Teichrohrsänger- und 2 Rohrammer-Reviere. Die Wasserralle reagierte auf Klangattrappe. Über dem Gebiet ein fliegender Schwarzstorch. Auf dem Hauptsee des Bruchs ein Haubentaucher-Paar. Etwa 10 Hausrotschwänze hielten im Bruch Revier, aber auch wenigstens 10 Baumpieper.
In einem still gelegten Steinbruch (Nikodem) bei Hemer-Becke-Edelburg auch ein Flussregenpfeifer-Paar.
Das Neuntöter-Paar am Damm des alten, inzwischen nicht mehr genutzten Klärteiches in Asbeck ist wieder da.
Menden: Wasserrallen, Tafelenten, Hausrotschwanz am 21.12.2008 (G. Zosel, W. Prünte)
Heute registrierten wir in der Randvegetation des Klärschlamm-Teiches eines Steinbruchs in Menden-Asbeck wenigstens 2 rufende Wasserrallen. Die Bartmeise suchten wir allerdings an diesem schilfreichen Gewässer vergeblich. Für das Vorkommen der Zippammer, die im zurückliegenden Sommer in diesem Kalkabbau-Gelände zuhause war, fanden wir trotz intensiver Nachsuche heute keine Belege. Möglicherweise ein Hinweis darauf, dass das kleine sauerländische Zippammer-Brutgebiet wintertags von dieser Art geräumt wird. Auch der Nachweis eines Mauerläufers, den wir mit Hilfe einer Klangattrappe an den Felsklippen aus der Reserve locken wollten, blieb an diesem Morgen ein frommer weihnachtlicher Wunsch…
Auf dem Klärschlamm-Teich hingegen – für unsere Verhältnisse – eine besondes große Ansammlung von Tafelenten: 120 Ex. (Geschlechter ausgeglichen) suchten auf diesem Gewässer nach Nahrung, hinzu kamen noch 10 Reiherenten, 10 Stockenten, 20 Bleßrallen, 1 Kormoran, 1 Graureiher und 1 Silbermöwe. Im Gelände zudem ein Trupp von 50 Erlenzeisigen.
Auch am schilfreichen Klärschlamm-Becken in Hemer-Apricke suchten wir die Bartmeise vergeblich, ebenso die Wasserralle.
Auf dem vorweihnachtlichen Wunschzettel der hier berichtenden Naturfreunde befand sich als letztes der Raubwürger, nach dem wir auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Duloh in Hemer Ausschau hielten. Von der „kleinen Elster“ aber leider keine Spur. Dafür wurden wir dort mit einem Massenvorkommen an Hunden und Hundefreunden entschädigt, die sich recht unkontrollierte Wettkämpfe bei der Aufteilung der Landschaft um die besten Gassi-Strecken lieferten. Dem Weihnachtsmann in diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für den unzensierten Blick in die Seelen der wirklichen Tierfreunde – zuletzt aber auch für den Hausrotschwanz im Prachtkleid, den wir zum Abschluss unserer Exkursion noch an den Kalkbrennöfen von „Rheinkalk“ in Menden-Oberrödinghausen antrafen. Damit liegt auch endlich ein Wintervorkommen des Hausrötels aus dem benachbarten Märkischen Kreis vor…

















