Heute auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg (teilweise zusammen mit B. Nikula u. A. Hünting) u. a. ein rastender Schilfrohrsänger sowie ein rastender Trauerschnäpper, ungezählte Schafstelzen, eine Rohrweihe, ein Sperber, 3 überfliegende Grünschenkel, 4 Weißstörche (beide Brutpaare), mind. 3 Wasserrallen mit Konterrufen, 4 Bekassinen, eine Teichrallenfamilie (>4), 2 Silberreiher, 6 Graureiher, 2 Mäusebussarde, 18 Kanadagänse, >80 Graugänse und >80 Stockenten.
Morgens in der Sichlerbucht ein artreiner Trupp von >500 Rauchschwalben sowie vereinzelnt Mehl- und Uferschwalben. Nachdem sich letzte Woche ein weiblicher Wespenbussard in der Sichlerbucht aufhielt, verweilte heute ein männlicher am Neimener Bach, der von einem Mäusebussard vertrieben wurde. Vormittags noch ein überfliegender Mauersegler.
Eine Rückmeldung der Vogelwarte Helgoland zu den Mai-Beobachtungen im Wassergewinnungsgebiet Hengsen (Holzwickede) – wo über Wochen Dutzende Weißstörche anwesend waren – bestätigt durch 2 abgelesene ELSA-Ringe vorjährige Weißstörche (Nichtbrüter im 2. Kalenderjahr), die aus der Region Darmstadt in Hessen stammen. Die Vögel legten auf ihrem Weg vom Geburts- bis zum Ableseort Distanzen von 187 km bzw. 169 km zurück.

Während der Schilfrohrsänger laut Gerlach et al. (2025): Vögel in Deutschland – Bestandssituation 2025 bundesweit einen erfreulich positiven, stabilen Trend zeigt (Rote Liste D: * / ungefährdet), sieht es bezogen auf Nordrhein-Westfalen ganz anders aus: Laut dem LANUK NRW gilt die Art hier als vom Aussterben bedrohter Brutvogel (RL 1) mit einem landesweiten Gesamtbestand von gerade einmal 10–15 Paaren (2020), deren einzige regelmäßige Brutvorkommen in den Rieselfeldern Münster liegen. Der kritische Status unterstreicht den Wert unserer Kiebitzwiese als Trittsteinbiotop für Durchzügler (RL wandernde Arten NRW: 3). In den Kopfweiden nutzen sie das reiche Blattlausangebot zur essenziellen Fettdeposition für den bevorstehenden Wegzug. (Foto: Andre Matull)





