Was lange währt … – allen Unkenrufen zum Trotz ließ sich heute (endlich!) doch noch ein sicherer Brutnachweis für Wespenbussarde im Unnaer Osten mit Fröndenberg erbringen. Im Rahmen der von Hermann Knüwer in alter Tradition am 05.08. gestarteten Zugvogelzählung im Osten von Frdbg.-Bausenhagen war bereits mehrfach ein Wespenbussard-Männchen aufgefallen, das sich allein heute Morgen 4 x zeigte. Ein fünfter Wb konnte heute nicht eindeutig individuell angesprochen werden – es könnte der weibliche Partner gewesen sein. Zunächst stimmte bei allen Beobachtungen das regelmäßig erkennbare Muster im Erscheinen und Verschwinden optimistisch: die Start-Ziel-Betrachtung ergab den Hemmerder Schelk als „Dreh-und-Angelpunkt“. Somit schien sich eine bereits zu Beginn des Sommers aufgestellte Prognose (möglicher Brutversuch im Schelk?) zu bestätigen. Die heutigen Flugaktivitäten des Wb.-Männchens über mehrfach hin- und zurückgeflogene identische Strecken ließen Wabentransport vermuten, der schließlich zweimal bestätigt werden konnte. Auch die stark beschädigten Schwanzfedern des Männchens deuten daraufhin, dass in den zurückliegenden Wochen viele „Erdarbeiten“ gemacht worden sind und etliche Wespennester ausgegraben wurden. Gerade unmittelbar vor dem jetzt anstehenden Ausfliegen der oder des Jungen ist damit „kurz vor knapp“ doch noch ein Brutnachweis gelungen!
Gestern auf dem Golfplatz „Am Winkelshof“ (Frdbg.) ein erster rastender Trauerschnäpper auf dem Wegzug. Ebenda auch mehrfach an zwei konstanten Stellen jeweils Grauschnäpper mit Brutverdacht. Ein weiterer Revierfund an der „Bausenhagener Alm“ mit mindestens 2 flüggen Jungvögeln und mindestens ein Revier in den Hemmerder Wiesen. Im eigenen Garten (Frdbg.-Hohenheide) am 08.08. ein rufender Kleinspecht. Unsicher sind noch Brutnachweise für Baumfalken – jedoch lässt eine Reihe von Einzelbeobachtungen auf 1 Bp im Grenzbereich von Bönen/Hamm/Unna, 1 Bp im Raum Hemmerde/Holtum, 1Bp im Raum Wickede/Menden und 1Bp im Fröndenberger Westen schließen. Erfreulich ist der mehrfache Nachweis von Turteltauben knapp südlich der Kreisgrenze mit bis zu 5 Individuen in 3 Revieren.
Auch miserable Fotos können Freude auslösen, wenn damit ein lang erhoffter Brutnachweis gelingt: dieses Wespenbussardmännchen trägt eine Wespenwabe oder einen anderen Futterhappen, dessen Abtransport nur Sinn macht, wenn Jungvögel darauf warten. Somit kann hier von einer erfolgreichen Brut in Flugrichtung ausgangen werden …, 10.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… dasselbe Männchen bei seinem ersten Erscheinen auf der dann mehrfach geflogenen Route. Wespenbussarde haben derzeit mit einer Brut viel Arbeit, denn bereits in 8-10 Tagen verlassen Jung- und Altvögel als Langstrecken- und Transsaharazieher unsere Region auf einem gefahrvollen Zugweg Richtung Afrika, 10.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… in derselben Situation befinden sich Baumfalken, die ebenfalls sehr spät ihre Brut zum Ausfliegen bringen und uns schon Anfang September südwärts verlassen. Dieser Altvogel hat einen Ansitz nahe Steinen-Moskau bezogen, um mehrfach (vergeblich) an nahen Gehöften nach Schwalben zu jagen…, 31.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… hier hat die Brut von Turmfalken, die schon im Juni beendet worden war, einen tragischen Verlauf genommen. – Der auserkorene Brutplatz (Krähennest auf einem Hochspannungsmast / Strickherdicker Feldflur) wurde für einen Jungvogel zur Todesfalle. Er hat sich in verbauten Bindfäden verfangen und war leider längst tot, als ich das Unglück entdeckt habe, 02.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)Hoffnung auf eine leichte Erholung bei den dramtisch zusammengebrochenen Beständen unserer Turteltauben kommt hier und da südlich der Ruhr und in den Mittelgebirgen auf. In den großflächig abgestorbenen Fichtenbeständen, denen nun vielfach sich natürlich ansiedelnde Jungwälder folgen, scheinen die Turteltauben günstige Bedingungen zu finden. Doch auch sie sind Zugvögel, die schon bald rings um das Mittellmeer einem intensiven (vielfach illegalen) Jagddruck ausgesetzt sind…, 30.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… da Turteltauben gern exponierte Singplätze aufsuchen, nutzen sie abgestorbene Fichten und trockene Äste hoher Baumkronen oft auch als Ruheplatz mit optimaler Rundumsicht…, 01.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… die Mauersegler haben uns bereits verlassen und ihre große Reise angetreten. Ein letzter Altvogel verlässt hier noch einmal die Bruthöhle, in der tags zuvor noch Junge gefüttert worden waren. Acht Brutpaare haben erfolgreich unter unserem Dach (Frdbg.-Hohenheide) Nachwuchs aufgezogen, 31.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… auch seine (ihre?) Tage sind gezählt – weiblicher Kaisermantel im eigenen Garten auf Schmetterlingsflieder. Die Flugzeit der einzigen Jahresgeneration nähert sich dem Ende. – Hoffentlich gibt es genug abgelegte Eier, die im nächsten Jahr eine neue Generation hervorbringen…, 08.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… für diesen einst häufigen Falter (Kleiner Fuchs), der sich auf demselben Strauch eingefunden hat, sieht es weiterhin schlecht aus. Eventuell an Brennnesselsäumen abgelegte Eier oder schon kleine Jungraupen, die noch im Spätsommer neue Falter hervorbringen müssten, fallen gerade in diesen Tagen den überall im Einsatz befindlichen Mulchmähern zum Opfer, 24.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… dieses kurz vor der Kopula befindliche Paar Weißkleegelblinge hat evtl. bessere Chancen. Vor allem auf ausgedehnten Grünlandflächen können sich mit Glück die zu erwartenden Raupen zu neuen Schmetterlingen entwickeln (Ruhrwiesen bei Wickede), 08.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)