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Fröndenberg/Schwerte: Brand im NSG „Kiebitzwiese“ und trockene Bäche am 01.08.2026 (A. Matull)

Eine umfangreiche Nachsuche nach der Turteltaube vom 18.07.2026 im Schwerter Elsebachtal blieb leider erfolglos. Bei dieser Gelegenheit wurde jedoch überdeutlich, wie gravierend die anhaltende Trockenheit die Gewässer belastet: Sowohl der dortige charakteristische Elsebach als auch der Lollenbach sind derzeit komplett trocken gefallen. Diese fortschreitende Austrocknung der Natur erhöht das Brandrisiko im Freiland extrem – eine Erinnerung daran, wie sensibel die Vegetation aktuell auf kleinste Funken oder Unachtsamkeiten reagiert.

Die akute Dürre begünstigte am gestrigen Nachmittag auch einen Flächenbrand im Naturschutzgebiet „Kiebitzwiese“ in Fröndenberg. Gegen 15:30 Uhr gerieten am neuen Aussichtshügel an der Werner-von-Siemens-Straße ca. 1.000 m² Fläche in Brand. Dank des raschen Einsatzes der Feuerwehr konnte das Feuer zeitnah gelöscht werden.

In diesem Zusammenhang ermittelt die Polizei NRW Unna, sucht nach Zeugen und hat unter nachfolgendem Link eine detaillierte Pressemitteilung veröffentlicht:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65856/6325587

Deutlich erkennbares Ausmaß der Brandfläche im NSG Kiebitzwiese am neuen Aussichtshügel. 02.08.2026 (Foto: H.Knüwer)
Durch das dichte, unwegsame Gelände musste mutmaßlich von den Einsatzkräften eine Kopfweide gefällt werden, um den Brandherd besser zu erreichen. 02.08.2026 (Foto: H.Knüwer)
Verbrannte Flora im Nahbereich des Brandorts. 02.08.2026 (Foto: H.Knüwer)
Die verkohlte Bodenbedeckung verdeutlicht, wie rasch sich das Feuer durch die ausgetrocknete Vegetation gefressen haben muss. 02.08.2026 (Foto: H.Knüwer)
Der Brand reichte bis unmittelbar an den Bereich der Aussichtsplattform heran. 02.08.2026 (Foto: H.Knüwer)

Schwerte: Wespenbussard, Wanderfalke, Waldohreule, Kolkraben, Neuntöter, Sperber, beginnender Zug der (Wiesen-) Schafstelzen u. a. am 01.08.2026 (A. Matull)

Anfang August zeigt sich jedes Jahr das gleiche gewohnte Bild: Die Landschaft wirkt im Vergleich zum Frühjahr stellenweise fast wie ausgestorben. Der morgendliche Gesang ist nahezu vollständig verstummt und viele Vögel führen – teilweise auch bedingt durch die kräftezehrende sommerliche Mauser – ein extrem heimliches Leben. Dabei ist genau jetzt der jahreszeitliche Höhepunkt der Individuenzahl erreicht, da unzählige diesjährige Jungvögel das Revier bevölkern.

​Bei einer 8 Kilometer langen Wanderung durch das Schwerter Ruhrtal und die unmittelbare Umgebung konnten neben einer Neuntöter-Familie mit 3 Diesjährigen mehrere Familien von Dorn- und Gartengrasmücken beobachtet werden. Die bereits gemähten Felder lockten insgesamt 16 Graureiher sowie 2 adulte Weißstörche an.

Auf einer beweideten Fläche fielen zudem mindestens 20 Wiesenschafstelzen auf – ein Indikator dafür, dass der Wegzug für diese Art bereits wieder eingeläutet ist. Abgeerntete Getreidefelder wurden gleichzeitig von Ringeltauben, Hohltauben, Dohlen, Raben- und Saatkrähen zur Nahrungssuche genutzt. Genau diese Ansammlung geriet ins Visier eines wahrscheinlich diesjährigen Wanderfalken, dessen Attacke jedoch erfolglos blieb.

​Darüber hinaus gelang die Beobachtung von einem Rotmilan, 2 Sperbern und 2 Kolkraben.

Des Weiteren bettelte nach wie vor eine der unlängst gemeldeten diesjährigen Waldohreulen. Der Aktionsradius von etwa 500 Metern rund um den Brutplatz wurde von den Jungvögeln bei mehrfachen Nachkontrollen bisher kontinuierlich eingehalten.
​Als absolutes Highlight des Vormittags bleibt jedoch ein männlicher Wespenbussard festzuhalten, der mit einer Wabe in den Fängen im Tiefflug vorüberzog und damit zum jetzigen Zeitpunkt einen sicheren Brutnachweis liefert.

Waben tragender männliche Wespenbussard im Schwerter Ruhrtal am 01.08.2026 (Foto: Andre Matull)