Fröndenberg/Holzwickede/Schwerte/Menden&Iserlohn: Weißstörche, Schellenten, Gänsesäger, Kiebitze,Wasserralle, Habicht, Bekassine, Wacholderdrosseln sowie NWO Wasservogelzählung im MK mit u.a. Graureiher-Kolonie und Schnatterenten 9.-14.02.2026 (K.&A.Matull)
Am Montag (09.02.) auf der Ruhr in Schwerte „Am Mühlenstrang“ 3 Schellenten (1,2). Auf Höhe des Geiseckesees 134 nach Osten überfliegende Kiebitze. Des weiteren 2 artreine Trupps nahrungssuchender Wacholderdrosseln in der Nähe der Schoofs-Brücke (> 100) sowie weitere > 70 auf einem Feld in der Nähe des Gutshofs „Wellenbad.“ Ebenda seit mind. gestern ein Weißstorch auf dem Nest.
Gestern auf der Kiebitzwiese zwischen beiden Aussichtshügeln u.a.:
88 Kanadagänse, 50 Schnatterenten (27,23), 5 Krickenten (3,2), 112 Stockenten, eine Wasserralle, ein Weißstorch (seit mind. Di., 10.02., zurückkehrt, Beob.: B.Nikula), ein Silberreiher, ein Graureiher, ein Habicht (0,1), eine Bekassine, mind. 32 überfliegende Lachmöwen, ein Gänsesäger sowie ungezählte Wiesenpieper.
Im Kreis UN offenbar nur noch ein seltener Wintergast: Schellenten im Gegenlicht auf der Ruhr bei Schwerte am 09.02.2026. (Foto: Andre Matull)Seit mind. gestern verweilt ein Weißstorch auf dem Nest am „Gutshof Wellenbad.“ Hier heute Morgen bei der Suche nach Maulwürfen. 14.02.2026 (Foto: Klaus Matull) Der Weißstorch ist seit Anfang dieser Woche auf die Nisthilfe der Kiebitzwiese zurückgekehrt. Dieser Horst ist seit 2019 der beständigste Brutplatz im Raum Fröndenberg und Schwerte und der einzige Standort der Region, der seither jährlich durchgehend erfolgreiche Bruten mit flüggen Jungvögeln verzeichnete. Um diesen Spitzenplatz frühzeitig zu sichern, ist das Männchen bereits Anfang der Woche eingetroffen. Damit ist er – wie gewohnt – der erste Rückkehrer unter den hiesigen Brutpaaren aus den Überwinterungsgebieten im gesamten Raum Fröndenberg/Schwerte (ausgenommen lediglich das Weibchen an der Röllingwiese in Schwerte, welches dort bekanntlich traditionell überwintert). 13.02.2026 (Foto: Klaus Matull)Gänsesäger auf der Vernässungsfläche der Kiebitzwiese in Fröndenberg am 13.02.2026. Ein seltener Anblick in diesem Bereich. (Foto: Andre Matull)Wasserralle auf der Kiebitzwiese am 13.02.2026. Ungeschützt außerhalb der Deckung wirkt sie im offenen Gelände sichtlich unruhig. Dabei bleibt diese mit dem zuckenden Schwanz stets wachsam und reagiert auf Bewegungen schreckhaft. (Foto: Andre Matull)Hier streckt sie den Kopf mit dem langen roten Schnabel unter Wasser. 13.02.2026 (Foto: Andre Matull)Der leicht gebogene Schnabel fungiert wie eine Präzisionszange. Wiederholt gelang der Nachweis, wie sie erfolgreich Beute macht. Es fällt auf, dass die Beuteobjekte eine sehr spezifische Form haben: Sie sind meist oval bis rundlich, haben eine glatte, dunkle Oberfläche und scheinen eine gewisse Festigkeit zu besitzen.Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Wasserralle hier gezielt den Boden nach Schnecken absucht. Posthornschnecken oder Schlammschneckenkönnten hier gut in Frage kommen. Schnecken sind eine leicht verfügbare Proteinquelle, die nicht schnell flüchten können.13.02.2026 (Foto: Andre Matull)Hier sieht man, wie die Ralle ein Objekt hochzieht, an dem nochein Pflanzenfaden oder Schleimspuren haften- ein charakteristisches Indiz für Schnecken.13.02.2026 (Foto: Andre Matull)
Mit einem erweiterten regionalen Fokus ergaben sich in der unmittelbaren Nachbarschaft heute durch die NWO-Wasservogelzählung folgende Beobachtungen:
Oeseteiche Menden: (0 Grad, Schneeregen)
2 Höckerschwäne, eine Graugans, 118 Schnatterenten, 4 Krickenten (2,2), 65 Stockenten+2 Bastard/fehlfarben, eine Tafelente (1,0), 49 Reiherenten (viele!) (29,20), 5 Kormorane, ein Silberreiher, ein Graureiher und 4 Blässrallen.
Am Iserlohner Seilersee war die Graureiher Kolonie heute bei -1 Grad und Schneeregen erst mit 8 Nestern belegt.
Darüber hinaus wurden ebenda für die Wasservogelzählung heute folgende Arten notiert: