Gesehen - Gehört

ADEBAR 2 (Kreis Unna): Mittelspecht, Buntspecht, Kleiber, Türkentaube, Hausrotschwanz, Stieglitz, Sumpfmeise, Schwanzmeise, Heckenbraunelle, Zilpzalp; dazu Waldbrettspiel, Großer Wollschweber und Wald-Mistbiene (Weitere Beobachtungen auf Ornitho am 07. – 08.04.2026, C. Rethschulte)

Die hier zugrunde liegenden ADEBAR-Beobachtungen beziehen sich auf das Siedlungsgebiet Bönen-Altenbögge. Seit dem 12.02.24 zeigt sich dem Beobachter heute erstmalig wieder ein aus dem NSG Lettenbruch einfliegender Mittelspecht ….
….regelmäßig in den Gärten am NSG L. dagegen Buntspechte – hier ein männliches Exemplar ….
…. ebenso wie der Kleiber (08.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Erstmalig für mich in diesem Jahr im besagten Siedlungsgebiet zu sehen: ein Türkentaubenpaar ….
…. wesentlich häufiger am Start: ein Sumpfmeisen-Paar ….
…. Schwanzmeisen ….
…. Zilpzalpe ….
…. und Heckenbraunelle (08.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Etwas entfernter vom NSG L. im Friedhofsbereich mehrere Stieglitze ….
…. und ein männlicher Hausrotschwanz (07.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Neben der Vogelwelt kommen im Frühjahr auch Insekten ins Blickfeld: In unserem Garten zeigen sich derzeit etliche Große Wollschweber (Bombylius major) – hummelartig behaart – auf Futter- und Paarungssuche. Im Flug, kolibri-like stehend, stützen sie sich mit ihren Beinen an der Blüte ab, um mit dem langen Rüssel den Nektar der Pflanze (Waldsteinie) aufzusaugen ….
…. hier noch einmal etwas deutlicher an einer Traubenhyazinthe. In Deutschland gibt es ca. 41 Arten dieses auch Hummelschweber genannten Zweiflüglers (diptera). Sie sind Brutparasiten, die ihre Eier direkt am Eingang der Gelege der späteren Wirte der Larven (Solitärwespen und -bienen) ablegen. Die Larven ernähren sich zunächst von den Nerktarvorräten und später von den Bienenlarven selbst. Der älteste fossile Beleg des Wollschwebers kommt aus der Kreidezeit, d.h. aus einem Zeitraum von vor ca. 145 Millionen bis 65 Millionen Jahren (08.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Ein weiterer Gast im Garten ist die ebenfalls zu den Zweiflüglern zählende Wald-Mistbiene bzw. Gemeine Keilfleckschwebfliege (Eristalis pertinax), die große Ähnlichkeiten mit Honigbienen und Hummeln aufweist (Flugzeit: April bis Oktober). Sie gilt als wertvoller Bestäuber und Indikator für ein funktionierendes Ökosystem. Ihre Larven leben im Wasser und Schlamm und ernähren sich von verrotteten organischen Substanzen. Über ein Atemrohr führen sie sich Sauerstoff zu (08.04.26, Foto: C. Rethschulte).
Dieses Waldbrettspiel fand ich in den Wäldern der Sandbochumer Heide (07.04.26, Foto: C. Rethschulte).