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Fröndenberg/Schwerte: Schwarzmilan, Girlitze, Flussregenpfeifer, Schwarzkehlchen, Rohrweihen, Kleinspecht, Waldwasserläufer, Bekassinen, Löffelente, Rohrammern und keine Goldammern vom 30.03.-06.04.2026 (K.&A.Matull)

In Schwerte und Fröndenberg brüten derzeit alle bekannten Weißstorch-Brutpaare. Die regelmäßige Anwesenheit von 3–5 Fremdstörchen auf der Kiebitzwiese erweckt zudem den Eindruck, dass in der Region weiterhin nach geeigneten Brutplätzen gesucht wird. In Schwerte („In der Lake“/“Röllingwiese“) lassen sich zudem regelmäßig bis zu zwei Rohrweihen (1,1) beobachten.

​Die aktuelle Situation für das NSG Kiebitzwiese in Fröndenberg ergibt neben 3 sicheren Revieren der Rohrammer das bereits von M.Stahl am 27./28.03.26 genannte Schwarzkehlchen-Revier (Transport von Nistmaterial am 13.03.26). Die Vermutung eines weiteren Schwarzkehlchen-Reviers (singendes Männchen am Flößergraben vom 08.03.26) konnte nach mehrfachen Nachkontrollen hingegen nicht bestätigt werden. Für Besorgnis sorgt indes der Bestand der Goldammer, die es offensichtlich überhaupt nicht mehr im Gebiet gibt?!

Dem entgegen stehen zwei überraschende Girlitz-Sichtungen vom heutigen Tage: Zum einen im Siedlungsbereich nördlich der Kiebitzwiese sowie am alten Aussichtshügel (jeweils singend) und ein weiterer Überflieger am Aussichtshügel. Ob es sich dabei um ein temporäres Ereignis handelt, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend geklärt werden. Im regionalen Kontext der Nachbarstadt Iserlohn (Kreis MK) werden Girlitze persönlichen Beobachtungen zufolge fast ausschließlich nur noch auf Friedhöfen angetroffen.

Bezüglich möglicher Bruten der Schnatterente bleibt festzuhalten, dass die Art im vergangenen Winter deutlich seltener anzutreffen war. Ein plausibler Grund hierfür dürften die häufig zugefrorenen Vernässungsflächen sein. Heute (am 06.04.26) war zumindest mit 10 Individuen (5 Paare) dieser Art eine entsprechende Ausgangslage vorhanden.

Außerdem konnten wir heute zwei Flussregenpfeifer bei Verfolgungsflügen beobachten sowie am Rande der Kiebitzwiese einen Schwarzmilan und einen Kleinspecht. Morgens strich eine männliche Rohrweihe flach über den Flößergraben. Des Weiteren rasteten heute 5 Waldwasserläufer in der Nähe des neuen sowie 4 Bekassinen am alten Aussichtshügel. Erwähnenswert ist zudem eine rastende männliche Löffelente, die am Freitag (03.04.26) zwischen den üblichen Enten zu sehen war.

Eine Rohrweihe vertreibt energisch diesen Mäusebussard in Schwerte am 30.03.2026. (Foto: Klaus Matull)
Unter den üblichen Entenarten rastete am Freitag eine männliche Löffelente. 03.04.2026 (Foto: Klaus Matull)
Gut getarnt: Bekassinen rasten derzeit in unterschiedlicher Kopfzahl im NSG Kiebitzwiese. Aufnahme vom 06.04.2026. (Foto: Klaus Matull)
Eisvogel mit Beute, die anschließend zielgerichtet weggeflogen wurde – ein regelmäßiges Schauspiel in diesen Tagen. 03.04.2026 (Foto: Klaus Matull)
Freude herrscht bei dem Anblick unserer kleinsten Finkenart, die im Bestand regional starken Schwankungen unterliegt: Girlitzgesang auf der Kiebitzwiese am 06.04.2026. (Foto: Andre Matull)
Der nächste Heimkehrer: Schwarzmilan auf exponierter Warte am Rande der Kiebitzwiese am 06.04.2026. Die offiziell gemeldete Erstbeobachtung in diesem Jahr gelang hier bereits am 27.03. gemeinsam mit Gregor Zosel. (Foto: Andre Matull)
Emsiger Kleinspecht am Ruhrufer. 06.04.2026. (Foto: Andre Matull)
Am frühen Morgen überflog diese männliche Rohrweihe flach den Flößergraben. 06.04.2026. (Foto: Andre Matull)