Bei weiterhin winterlichen Temperaturen setzen sich mehr und mehr Frühlingsboten durch und der Vogelzug bietet ebenfalls das eine oder andere Highlight. Am gestrigen 19.02. zeigte sich im Hammer Wasserwerk (Fröndenberg) ein erster Hausrotschwanz und vor 3 Tagen (17.02.) fand sich in den Hemmerder Wiesen eine (für mich) erste Singdrossel. Gestern, außerdem erfreulich, eine weitere Waldschnepfensichtung (NSG Ostholzbach/Frdbg.) und ebenda noch um 18.45 h ein niedrig ostwärts überhinfliegender Kranichtrupp mit 34 Exmpl. Neben den noch immer zu Hunderten im Unnaer Osten rastenden Kiebitzen fielen mehrfach unter ihnen auch rastende Goldregenpfeifer auf. Seit dem 11.02. konnten an 6 Tagen mit Maximalzahlen von 29 (UN-Stockum, 18.02.) und 10 Exmpl. (UN-Steinen, 14.02.) Goldregenpfeifer angetroffen werden.
Vor der eigenen Haustür fand sich bereits am 11.02. ein wenige Tage alter Junghase, der offensichtlich auch den anschließend herrschenden Minustemperaturen und Schneefällen trotzte und bis zum heutigen Tag seinen Versteckplatz jeweils nur um 1-3 Meter verlassen hat. Das vielerorts zu beobachtende Treiben der Feldhasen in den Feldfluren lässt darauf schließen, dass auch bereits die nächste Hasengeneration auf den Weg gebracht ist.
Zwischen UN-Stockum und Frdbg.-Ostbüren rasten weiterhin Hunderte Kiebitze auf den Feldern, die nur hin und wieder ihren Standort kleinräumig wechseln …, 20.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenda suchten maximal 29 Goldregenpfeifer Anschluss …, 18.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… sie zeigten sich relativ ruhelos und stiegen beim Überflug eines Rotmilans auf, um dann lange die Haarkuppe im Hin-Und-Herflug nach neuen Landemöglichkeiten abzusuchen …, 18.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… Tage zuvor verhielten sich diese Goldregenpfeifer mit insgesamt 10 Vögeln nahe UN-Steinen entspannter, 14.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)Gemeinsam mit dieser männlichen Tafelente (vorn links) hält sich eine von zwei Schellenten (2/0) im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede auf. A. Matull hatte bereits zurecht darauf hingewisen, dass diese Art sich als Überwinterer bei uns sehr rar gemacht hat. Seit Jahresbeginn gab es im Kr. UN nur 6 Beobachtungen mit maximal 3 Exmpl., 15.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer) Im Hammer Wasserwerk (Frdbg.) ein erster Hausrotschwanz, 19.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer) In den Hemmerder Wiesen eine erste Singdrossel. Gemeinsam mit mehreren Amseln sucht sie mit Efeu bewachsene Bäume auf, um dort die jetzt reifen Efeubeeren zu fressen. Solche „Efeubäume“ haben eine nicht zu unterschätzende ökologische Funktion…, …, 17.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)Solche stattlichen Efeupflanzen liefern nicht nur nahrhafte Beerenkost, sondern bieten mit dem immergrünen Laub ganzjährig Schlaf- und Nistmöglichkeiten für zahlreiche Vogelarten. Und mit der spätherbstlichen Blütezeit gehört Efeu zu den letzten Nektarquellen eines jeden Jahres. Leider ist es um die Pracht des hier gezeigten Efeubewuchses und auch mehrerer weiterer „Efeubäume“ in den Hemmerde Wiesen bald geschehen…, 17.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… es wurde offenbar in „gärtnerischem Eifer“ an diesem und weiteren Bäumen der Efeubewuchs mit Sägen gekappt, obwohl der Efeu dem bewachsenen Baum keinerlei Schaden zufügt. Efeu nutzt Bäume, Fels- oder Hauswände lediglich als Kletterhilfe, um aus dem Schatten des Bodens in sonnenbeschienende Höhen zu gelangen. Dass der Efeu dem Baum keine Nährstoffe oder Wasser entzieht, erschließt sich sogar aus dieser hier gezeigten Maßnahme: oberhalb der Schnittstelle stirbt das Efeu ab, weil es sich nur aus den im Boden verankerten Wurzeln ernährt. 17.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)Ein kleiner „Überlebenskämpfer“ verbirgt sich bei Schnee und Frost optimal getarnt auf diesem Bild…, 14.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)Regungslos verharrt dieser nur wenige Tage alte Feldhase in seinem Versteck und wartet dort auf seine Mutter, die nur wenige Male am Tag zum Säugen vorbeikommt. Feldhasen kommen schon „fertig“ mit Fell und geöffneten Augen zur Welt (nicht nackt und blind – wie Kaninchen). Deshalb haben Hasen auch mit 6 Wochen eine etwas längere Tragzeit. Dieser Junghase dürfte also etwa zum Jahreswechsel gezeugt worden sein …, 14.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… das liebestolle Treiben dieser Truppe lässt erkennen, dass die zweite Generation des noch jungen Jahres auch bereits auf den Weg gebracht wird (Strickherdicker Feldflur), 08.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)