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Themenschwerpunkte des OAG-Treffens am Dienstag, xx.xx.2019, 19.00 Uhr

Ökologiestation Bergkamen-Heil, Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen

Themen des Treffens am xx.xx.2019:

1. Kiebitzzählung 2019
2. Verschiedenes

Wir freuen uns über weitere Ideen und Beiträge zur Tagesordnung!

Protokolle vergangener OAG-Treffen

 

Protokoll der OAG Sitzung vom 06.11.2018, 19.00 Uhr

Protokoll Gisbert Herber-Busch

Ökologiestation Bergkamen-Heil,
Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen

16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Kamen, Lünen, Werne, Selm, Schwerte, Unna

Tagesordnung:
1. Kiebitzzählung 2018/2019
2. Erfassungshinweise zum Wespenbussard für den Kreis Unna B. Glüer
3. Aufruf zur Sperber-Zählung H. Knüwer
4. Verschiedenes
5. Impressionen aus Helgoland 2018 U. Norra

ad 1.: Zunächst stellte Falko Prünte die Ergebnisse der Kiebitzzählung 2018 vor, die mit 108 Brutpaaren den Abwärtstrend bestätigt hat. Bliebe die Kurve gleich, würde der Kreis Unna im Jahre 2025/26 kiebitzfrei sein. Hoffen wir, dass es so weit nicht kommt!
Insgesamt lässt sich beobachten, dass der Kiebitz heute bereits weite Teile des Kreises verlassen hat.
Anke Bienengräber stellte die Ergebnisse der Schutzbemühungen mit Maßnahmen des Vertragsnaturschutzes und des Sonderprogramms für Kiebitzschutzflächen dar. Insgesamt wurden 13 Landwirte angesprochen, die Flächen mit vermuteten Bruten bewirtschafteten. Frau Bienengräber bat nochmals um frühe Meldung von Verdachtsflächen, damit auch frühzeitig mit den Bewirtschaftern Kontakt aufgenommen werden kann.
Insgesamt wird aber immer deutlicher, dass die landwirtschaftliche Praxis insgesamt dem Feldvogelschutz angepasst werden muss, wenn der Arten- und Individuenrückgang aufgehalten werden soll.
Die Kiebitzkartierung 2019 findet am 06.04.2019 statt.
Der Ablauf wird derselbe wie im letzten Jahr sein. Auf der nächsten Sitzung im Februar 2019 wird sie noch einmal detailliert besprochen.

ad 2.: Bernhard Gluer wies in seinem Vortrag über die Erfassung des Wespenbussards auf besondere Schwierigkeiten bei dieser Art hin. Neben der späten Ankunft und der damit einhergehenden weit fortgeschrittenen Belaubung der Horstbäume, sind Vorjahreshorste doft von anderen Greifvögeln besetzt. Dies, zusammen mit der heimlichen Lebensweise und den unkalkulierbaren Risiken der Rückkehr von Altvögeln in angestammte Reviere durch die Gefahren des Zuges, machen die Art zu einer schwer erfassbaren.

ad 3.: Hermann Knüwer stellte die aktuelle Situation der Sperberkartierung in NRW vor. Insgesamt wurden 2017 nur 22 BP erfasst, im Jahr 2018 durch die Einrichtung einer neuen Arbeitsgruppe in der NWO schon 56 BP. Auch diese Datengrundlage ist noch viel zu dünn, um Aussagen über die Trendentwicklung machen zu können. Insgesamt herrscht aber die Meinung vor, dass die Sperberbestände deutlich abnehmen, was u.a. mit sinkenden Kleinvogelzahlen zusammenhängen könnte.
Es werden dringend Kartiererinnen und Kartierer gesucht, die sich der Art annehmen. Eine Erfassungsmethodik liegt vor und kann bei Hermann nachgefragt werden.

ad 4.: Karl-Heinz Kühnapfel zeigte einige hervorragende Bilder der Zwergammer, die sich im Winter über 30 Tage in seinem Garten aufgehalten hatte. Durch die lang andauernde Dokumentation konnten Schritte einer Teilmauser im Kopfbereich detailliert nachvollzogen werden.

ad 5.: Zum Abschluss zeigt Uwe Norra Bilder seines letzten Helgolandaufenthaltes mit wunderschönen und aussagekräftigen Bildern.

Die Versammlung endete um 21:20 Uhr.

Protokoll der OAG Sitzung vom 27.02.2018, 19.00 Uhr

Protokoll Gisbert Herber-Busch

Ökologiestation Bergkamen-Heil,
Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen

30 (!) Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Kamen, Lünen, Werne, Selm, Schwerte, Unna

Tagesordnung:

1. Kiebitzzählung 2018
2. Saatkrähen im Kreis Unna (Manfred Scholz)
3. Vorstellung und Einführung Ornitho.de (Malte Busch)
4. Verschiedenes (Hinweis Veröffentlichtung Kiebitzgelegeschutz Tschechien (Malte Busch), Feldsperling-Förderung (Achim Pflaume))
5. Kurzfilm über Naturschutz im Ökolandbau (Ilona Jädtke, Benedikt Warnke)

ad 1.: Die Kiebitzkartierung 2018 findet am 07.04.2018 statt, Ausweichtermin ist der 14.04.2018.
Der Ablauf ist derselbe wie im letzten Jahr, also Dateneingabe ab ca. 15:00 Uhr ( Bitte nicht früher! ) in der Biostation.
Die Lokalkoordinatorinnen und -koordinatoren sind dieselben wie 2017 :

Selm: – Ilona Jädtke, Michael Dorenkamp, Uwe Norra, Benedikt Warnke
Werne: – Jürgen Hundorf, Klaus Nowack,
Lünen: – Achim Pflaume
Bergkamen: – Udo Bennemann; Norbert Gruchot
Kamen: – Jens Brune, Karl-Heinz Kühnapfel
Bönen: – Hartmut Peitsch, Bernhard Glüer
Unna: – Bernhard Glüer, Gisbert Herber-Busch
Holzwickede: – Hannah Stahl, Marvin Lebeus
Fröndenberg: Gregor Zosel, Marvin Lebeus
Schwerte: Wolfgang Pitzer, Dieter Ackermann / AGON Schwerte

Die Kartierungsunterlagen und Karten sind unter „Kiebitzkartierung 2016“ zu bekommen.
Die Kartiererinnen und Kartierer werden gebeten, die ehemaligen Standorte noch einmal kurz zu überprüfen.

Sollte am 07.04.2018 schlechtes Wetter sein, sind alle dazu aufgefordert, schlammfreie Wechselschuhe dabei zu haben, damit es keine Probleme mit der Sauberkeit in der Biostation gibt.

Falko Prünte stellt zum Beginn des Treffens fest, dass sich die OAG vor 20 Jahren zum ersten Mal getroffen hat. Leider hatte niemand Sekt zum Anstoßen dabei !

Das Kiebitz-Maßnahmen-Programm wird auch in diesem Jahr von der neuen Landesregierung finanziert.

Es wird darum gebeten bei der Kartierung auch auf den Flussregenpfeifer zu achten.

ad 2.: Manfred Scholz stellte in einem Vortrag seine soeben erschienene Dokumentation –
Saatkrähen im Kreis Unna – vor. Sein besonderer Dank galt Hermann Knüwer, der eine unschätzbare Hilfe bei der Gestaltung der Dokumentation war, und den Kartiererinnen und Kartieren Irmgard Devrient, Reinhard Wohlgemuth, Hermann Knüwer, Wolfgang Pitzer, Bernhard Glüer und Gregor Zosel.
Neben einer Darstellung der derzeitigen Kolonien mit Standort und Größe wird auf die Entwicklung des Saatkrähenbestandes im Kreis Unna sowie in NRW eingegangen. Außerdem werden Maßnahmen zur Konfliktvermeidung vorgeschlagen. Insgesamt richtet sich die Broschüre, die mit Unterstützung der NFG gedruckt werden konnte, nicht nur an Ornithologen, sondern auch an Politiker, Landwirte und andere Personen, die mit Saatkrähen in Berührung kommen. Ziel ist es, über die Art zu informieren und Verständnis für ihre Lebensäußerungen zu entwickeln.

ad 3.: Malte Busch stellte in einem Vortrag die Internetplattform ornitho.de vor, die es seit 2011 in Deutschland gibt und die vom DDA, Dachverband Deutscher Avifaunisten betreut und weiterentwickelt wird. Die inzwischen in vielen europäischen Ländern aktive Plattform wird inzwischen von über 22ooo Melderinnen und Meldern genutzt.
Außer der allgemeinen Zielsetzung von ornitho.de wurde erklärt, wie die Eingabe der Beobachtungen erfolgt und welche Möglichkeiten es z.B. mit einer App gibt, per Smartphone Beobachtungen zu melden.
Einen wichtigen Raum nahm die Beantwortung der Frage ein, welche wissenschaftlichen Fragestellungen mit den gesammelten Daten beantwortet werden können und welche Entwicklungen und Trends abgelesen werden können.

ad 4.: Malte Busch stellte kurz eine Untersuchung aus Tschechien vor, in der die Auswirkungen von Gelegemarkierungen bei Kiebitzbruten untersucht worden ist. Diese Studie hat erstmals auch experimentell überprüft, welche Auswirkung die Markierungen auf die Prädation haben. Als Ergebnis konnte kein signifikante Erhöhung festgestellt werden.

Achim Pflaume berichtete vom erfolgreichen Nisthilfenbau für Feldsperlinge. Er kam zu dem Schluss, dass dort wo es Feldsperlingsvorkommen gibt, diese koloniebrütende Art hervorragend durch Bereitstellung von Nisthilfen unterstützt werden kann.
Nachahmung erwünscht!!!

Bernhard Glüer erklärte sich bereit, als Experte der OAG auf der Seite der NWO genannt zu werden und für Anfragen und deren Beantwortung zur Verfügung zu stehen.

ad 5.: Zum Abschluss zeigten Ilona Jädtke und Benedikt Warnke einen Film über den
Feldvogelschutz im ökologischen Landbau, der auf dem Ökodorf Brodowin in der Schorfheide gedreht wurde. Alle Interessierten können diesen und weitere Filme auf der Website des Ökodorfes finden.

Protokoll der OAG Sitzung vom 05.09.2017, 19.00 Uhr

Protokoll Gisbert Herber-Busch

Ökologiestation Bergkamen-Heil,
Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen

23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bergkamen, Fröndenberg, Kamen, Lünen, Werne, Selm, Schwerte, Unna

Tagesordnung:
1. Kiebitzzählung 2018
2. Perspektiven für die Weiterarbeit
3. Verschiedenes
4. Vortrag Greifvogelnester (J. Brune, B. Glüer)
5. Eindrücke aus Brasilien / Pantanal (Uwe Norra)

ad 1.: Die Kiebitzkartierung 2018 findet am 07.04.2018 statt, Ausweichtermin ist der 14.04.2018.
Der Ablauf ist derselbe wie in diesem Jahr, also Dateneingabe ab ca. 15:00 Uhr ( Bitte nicht früher! ) in der Biostation.

Die Lokalkoordinatorinnen und -koordinatoren sind dieselben wie 2017 :
Selm: – Ilona Jädtke, Michael Dorenkamp, Uwe Norra, Benedikt Warnke
Werne: – Jürgen Hundorf, Klaus Nowack,
Lünen: – Achim Pflaume
Bergkamen: – Udo Bennemann; Norbert Gruchot
Kamen: – Jens Brune, Karl-Heinz Kühnapfel
Bönen: – Hartmut Peitsch, Bernhard Glüer
Unna: – Bernhard Glüer, Gisbert Herber-Busch
Holzwickede: – Hannah Stahl, Marvin Lebeus

Falko Prünte verwies kurz auf die Ergebnisse des Projektes unter Leitung von Kristian Mantel im Kreis Warendorf, bei dem alle Kiebitznester markiert werden. Die Vorgehensweise bei der Markierung ist vom Münsteraner Projekt bei Youtube als kurzer, erläuternder Film eingestellt worden. Zur Zeiteinsparung werden Laser-Entfernungsmesser eingesetzt. Auch die Verwendung einer Wärmebildkamera kann einen Zeitgewinn bedeuten. Weitere Informationen sind bei der Naturschutzstation Münsterland des NABU zu finden.

Unser Vorgehen im Kreis Unna hat sich auf die Schaffung und Entschädigung von Kiebitzinseln/bearbeitungsfreien Brutflächen konzentriert. Es konnten allerdings nur 4 Landwirte (Feldvogelinseln) zur Mitarbeit bewegt werden, 13 weitere Flächen sind im langjährigen Vertragsnaturschutz während der Brutzeit stillgelegt. Die meisten Insel-Landwirte wollten auch über den 1 ha, der vom Land entschädigt wird, die Restfläche gefördert bekommen, was der Kreis dankenswerter Weise übernommen hat. Der Bruterfolg dieser Methode ist recht gut, positive Effekte erzielt man außerdem auch für die Insekten- und Pflanzenwelt.
Ob und in welcher Form im kommenden Jahr Projekte zum Kiebitzschutz vom Land NRW finanziert werden ist derzeit noch unklar.

ad 2.: Die OAG wird sich auch weiterhin zwei Mal jährlich Treffen. Es wurde allgemein der Austausch untereinander und das „Wiedersehen“ als sehr positiv gesehen. Als Projekt bleibt auf jeden Fall die Kiebitzzählung fester Bestandteil der Arbeit. Auch die OAG Seite im Internet wird nach wie vor von allen Mitgliedern gelobt. Die tollen Fotos, die fachlich anspruchsvollen Kommentare und ihr lokaler Bezug unterscheiden die Seite von vielen anderen. Allerdings sind sowohl das Layout als auch der technische Background in die Jahre gekommen und bedürfen einer dringenden Generalüberholung, die ebenso wie die regelmäßige Revision der Beiträge aber derzeit wohl aus Zeitmangel nicht zu schaffen ist.

ad 3.: Das Ministerium hat die Biologischen Stationen in NRW gebeten Schwerpunktgebiete verschiedener Feldvogelarten zu melden. Falko wird die Karten mit unseren Daten rumschicken und bittet um Kommentare.

Auf dem nächsten Treffen soll die Internetplattform ornitho.de genauer vorgestellt werden um den Aufbau und die Möglichkeiten besser verstehen zu können. Einige Mitglieder hatten zum Beispiel Schwierigkeiten die Daten der Wasservogelzählungen einzugeben.

Michael Dorenkamp berichtete von einer Feldlerche, die nacheinander an drei verschiedenen Stellen ausgiebigen Reviergesang erklingen ließ. Die Gefahr ein Exemplar als drei verschiedene Individuen anzusprechen ist also recht hoch.

Karl-Heinz Kühnapfel sucht einen Nachfolger, der in der Kläranlage Kamen Vogelzählungen durchführt und die Wasserstände reguliert. Interessenten sollen sich mit ihm in Verbindung setzen.

ad 4.: Jens Bruhne stellte eine interessante Veröffentlichung vor, die in Zusammenarbeit mit dem LBV und den Bayrischen Staatsforsten entstanden ist. Unter dem Titel „Horste im Wald – Erkennen – Bestimmen – Schützen“ werden Greifvogelhorste, Spurenanalysen, Lautäußerungen und Artporträts gezeigt, die dazu beitragen sollen diese recht schwierige Bestimmungsaufgabe zu lösen. Es ist geplant auch für die nordrhein- westfälischen Förster eine ähnliche Bestimmungshilfe zur Verfügung zu stellen.

ad 5.: Uwe Norra zeigte einen Diavortrag über seine letzte ornithologische Reise nach Brasilien, wo er das Feuchtgebiet Pantanal besuchte. Die beeindruckenden Aufnahmen machten große Lust sofort dorthin aufzubrechen!

Protokoll der OAG Sitzung vom 28.02.2017, 19.00 Uhr

Protokoll Gisbert Herber-Busch

Ökologiestation Bergkamen-Heil,
Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen

22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bergkamen, Fröndenberg, Kamen, Bönen, Unna, Schwerte,  Werne, Selm

Tagesordnung:
Kiebitzkartierung 2017
Verschiedenes

ad 1.:   Die Kiebitzkartierung 2017 findet am 01.04.2017 statt, Ausweichtermin ist der 08.04.2017.
Der Ablauf ist derselbe wie im letzten Jahr, also Dateneingabe ab ca. 15:00 Uhr ( Bitte nicht früher! ) in der Biostation.
Die Lokalkoordinatorinnen und -koordinatoren sind dieselben wie 2016 :
Selm: Ilona Jädtke, Michael Dorenkamp, Uwe Norra, Benedikt Warnke
Werne: Jürgen Hundorf, Klaus Nowack,
Lünen: Achim Pflaume
Bergkamen: Udo Bennemann; Norbert Gruchot
Kamen: Jens Brune, Karl-Heinz Kühnapfel
Bönen: Hartmut Peitsch, Bernhard Glüer
Unna: Bernhard Glüer, Gisbert Herber-Busch
Holzwickede: Hannah Stahl, Marvin Lebeus
Fröndenberg:Gregor Zosel, Marvin Lebeus
Schwerte:Dieter Ackermann, Wolfgang Pitzer / AGON Schwerte
Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kartierung werden gebeten auch schon vor diesem Termin mögliche oder tatsächliche Kiebitzbruten an die OAG oder an Anke Bienengräber auf der Biostation zu melden, damit frühzeitig an die Landwirte heran getreten werden kann.
Falls ein Koordinatorenteam verhindert sein sollte – bitte bei der OAG melden!!
Auch in diesem Jahr sollen möglichst wieder interessierte „Neuornis“ gefunden werden.
Die Kartierungsunterlagen sind im Netz zugänglich, auf die Detailkarten wird in diesem Jahr verzichtet, da sie offensichtlich nicht benutzt wurden (alternativ können die Detailkarten der letzten Jahre von der OAG-Seite heruntergeladen werden).
Das LANUV bittet um Weitergabe der Daten der Kiebitzkartierung für das Vogelschutzgebiet Hellwegbörde. Dieser Bitte wurde einstimmig nachgekommen.
Da es in diesem Jahr kein Sofortmaßnahmenprogramm des Landes zum Schutz von Kiebitzbruten mehr gibt, hat sich der Kreis bereit erklärt, Geld zur Verfügung zu stellen. Dabei sollen sogenannte Kiebitzinseln von 500 bis 1000 m³ pro Gelege entschädigt werden. Bei einer Gesamtsumme von 5000 bis 6000 € und einer Entschädigungssumme von 1200 € – 1400 € pro ha für Mais beispielsweise, wird schnell deutlich, dass es sich um eine sehr begrenzte Schutzmöglichkeit handelt. Um die Summe so effektiv wie möglich einzusetzen, sollte eine Fläche mit möglichst hoher Gelegedichte ausgewählt werden.
Als langfristige Lösung erscheint nach wie vor der Flächenkauf durch den Kreis erfolgversprechend, das Angebot an Flächen ist aber sehr gering. Daher der Aufruf an alle OAG’ler sich möglichst frühzeitig an die Untere Naturschutzbehörde zu wenden, falls man von Verkaufsambitionen einzelner Landbesitzer erfährt.
Wir sollten als OAG an das LANUV herantreten und durch unsere Kartierungsbemühungen sowohl den prozentualen Verlust an Erstgelegen dokumentieren als auch darauf hinweisen, dass die Fördermittel des Landes völlig unzureichend sind.

ad 2.:

Als Arten schlägt er vor :

Austernfischer (wurde schon in Werne gesichtet und wahrscheinlich gibt es schon seit 5 Jahren eine Brut auf einem Flachdach. Die Jungen wurden mit eingetragenen Regenwürmern gefüttert.)

Blaukehlchen (früher gab es Nachweise in Lanstrop/Schwansbell, außerdem im letzten Jahr einen Gesangsnachweis von der Stadtgrenze  Dortmund aus Castrop-Rauxel –Ickern.)

Beutelmeise (im Brutvogelatlas von 1997 – 1999 waren noch 22 -31 Brutpaare erfasst).

Birkenzeisig (stark zurückgegangen; selbst die Wintereinflüge. Durch seinen auffälligen Ruf leicht zu identifizieren. Gibt es noch Beobachtungen zur Brutzeit??)

Erlenzeisig (wahrscheinlich kein Thema für den Kreis Unna).

Fichtenkreuzschnabel (wird wahrscheinlich leicht übersehen, da die Art schwer zu finden ist, normaler Weise nur Überflugrufe. Kann das ganze Jahr über gesucht werden.)

Girlitz (stark zurückgegangen, aber nicht ganz verschwunden – Brutnachweise wären sehr interessant für die aktuelle Verbreitung im Kreis).

Grauspecht (Vorkommen nur im Süden des Kreises)

Heidelerche (auf Halden)

Knäck-,Krick-,Löffel-, Schnatterente ( diese Arten profitieren durch Gewässerbaumaßnahen im Lippetal, Bruten ab April möglich).

Orpheusspötter (sind sie nicht da – oder können wir sie nicht nachweisen?)

Sperlingskauz  (zur Zeit in Menden, reagiert gut auf Klangattrappe währen der hellen Dämmerungsstunden).

Außerdem wurde die Verbreitung von Rebhuhn und Graureiherkolonien als erfassenswert erachtet.