Trauer um Doris Glimm – Weihenschützerin der ersten Stunde

27.August 2018

Doris Glimm in der Soester Börde – Foto: Werner Prünte

Am 22.08.2018 ist Doris Glimm plötzlich und unerwartet verstorben.

In enger Zusammenarbeit mit Theodor Trendelkamp und Werner Prünte hat Doris Glimm ab den 1970er Jahren den Weihenschutz in der Soester Börde, auch im Kreis Unna, systematisch betrieben und Wiesen- und Rohrweihen vor dem Aussterben gerettet. Nur ein mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnetes Kapitel in ihrer umfangreichen Naturschutz-Vita. Nicht erlahmende Neugier und Kenntnisse in fast allen Bereichen der Fauna und Flora zeichneten sie aus. Einen ausführlichen Nachruf dazu hat die ABU Soest auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

Offen und interessiert, den Nagelfleck vor der Linse, 2014 – Foto: Renate Wagner


Im Kreis Unna war sie vielen Naturschützern ein wunderbares Vorbild in Sachen Prinzipientreue und Engagement: Z. B. hat sie in der Anfangsphase der Wiedervernässung des Naturschutzgebietes Kiebitzwiese durch private Spenden in entscheidenden Augenblicken ausgeholfen, wenn es klemmte und das Wasser stockte. Zugewandt und inspirierend waren die Gespräche mit ihr, die oft weit über den Naturschutz hinausreichten. Ihre Kenntnisse teilte sie gern und begeisternd. Mit ihr geht ein kantiges Urgestein des Naturschutzes und eine herzenswarme Frau, die auch in ihrem Umfeld viele Menschen zugewandt begleitete – wir werden sie sehr vermissen und immer in Erinnerung behalten.

Feinfühlig, inspirierend und humorvoll, hier mit Manfred Hölker in der Warburger Börde 2017 – Foto: Falko Prünte

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