Fröndenberg / Unna / Bönen: Flussregenpfeiferbrut (mit ungewisser Zukunft), Kiebitznachwuchs, Wendehals (mit Reviergesang!), Kuckuck, Rohrweihe, Gelbspötter, Girlitze, Nachtexkursion u.a., 14.-17.05.2018 (B.Glüer)

17.Mai 2018

Auf einer Schiefermergelhalde am Küchenberg (Frdbg.-Ardey) konnte eine Flussregenpfeifer-Brut entdeckt werden (15.05.). Eine gestrige Anfrage bei Mitarbeitern der Firma, die diese Halde für einen anderen Betrieb zur Klinkerherstellung abbaut, ergab leider, dass diese in ca. 14 Tagen abgebaggert werden soll. Die Brutdauer der Flussregenpfeifer beträgt 3-4 Wochen … – leider ist der Brutbeginn natürlich nicht bekannt. Es wird in den nächsten 2 Wochen Kontakt mit der Firma gehalten, um gegebenenfalls einen „Plan B“ zu entwickeln. – Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Brutdauer des mit nur rund 40 g Körpergewicht relativ kleinen Flussregenpfeifers von annähernd 4 Wochen extrem lang ist – doppelt so lang wie etwa die einer Amsel, die mit rund 110 g Körpergewicht mehr als doppelt so schwer ist. Beim Fortpflanzungskonzept, Nestflüchter hervorzubringen, die nach dem Schlupf aus dem Ei sofort laufen und selbstständig Nahrung suchen können, wird enorm viel Zeit in das Bebrüten der Eier investiert.

Erfreuliches gibt es von den Kiebitzen auf der „Brutinsel“ im Maisfeld / Bönen zu berichten: 6 adulte Kiebitze standen dort und bewachten mindestens 8 schon recht gut gediehene Küken (16.05.). Einer der Altvögel schien auf einem Nachgelege zu brüten, so dass damit die Zahl der Gelege auf diesem Feld auf 6 angestiegen ist. Von bisher 5 erfolgreich bebrüteten Gelegen hat somit knapp die Hälfte der Jungvögel überlebt, was angesichts der schlechten Bedingungen zum Zeitpunkt des Schlupfes aus den Eiern (sehr trocken-warmes Wetter!) eine gute Quote sein dürfte. – Ein ornithologischer „Knaller“ während der rund 60minütigen Beobachtung aus dem Auto heraus war ein im Hintergrund ausdauernd singender Wendehals!

Heute in Frdbg.-Frömern (Hecke an der Panthe-Wiese) ein weiterer Gelbspötter mit Gesang.

In den Hemmerder Wiesen heute unter anderem 1 singender Teichrohrsänger. Gestern (16.05.) dort 1 Kuckuck, 8 Graureiher. Am 15.05. ebenda 1 Weißstorch und 1 Rohrweihe (w).

Auf dem Altenbögger Friedhof in Bönen heute mindestens 2 Girlitzreviere.

Erwähnt sei noch eine Nachtexkursion per PKW vom Montag (14.05. / 22.00 h – 0.00 h) durch den Fröndenberger Osten, das Hemmerder Ostfeld und die Hemmerder Wiesen mit insgesamt 18 Haltepunkten. Bei der Suche nach Wachteln, Wachtelkönigen, jungen Waldohreulen etc. konnte leider nichts (!) gefunden werden – außer einem bemerkenswerten Laubfroschkonzert am Schluss in den Hemmerder Wiesen, das schon fast als „ohrenbetäubend“ zu bezeichnen war.

Flussregenpfeifer auf Schiefermergelhalde in Frdbg.-Ardey ..., 16.05.2018 Foto: Bernhard Glüer

Flussregenpfeifer auf Schiefermergelhalde in Frdbg.-Ardey ..., 16.05.2018 Foto: Bernhard Glüer

... sein Gelege befindet sich leider in einem Sekundärlebensraum `auf Abruf´, 16.05.2018 Foto: Bernhard Glüer

... sein Gelege befindet sich leider in einem Sekundärlebensraum `auf Abruf´, 16.05.2018 Foto: Bernhard Glüer

Kiebitzküken auf der Bönener Brutinsel, das `aus dem Gröbsten´ raus sein dürfte, 16.05.2018 Foto: Bernhard Glüer

Kiebitzküken auf der Bönener Brutinsel, das `aus dem Gröbsten´ raus sein dürfte, 16.05.2018 Foto: Bernhard Glüer

Der `Vogel des Jahres´  (UN-Dreihausen) scheint bei der Fütterung des Nachwuchses ein Problem mit diesem `Happen´ zu haben, 17.05.2018 Foto: Bernhard Glüer

Der `Vogel des Jahres´ (UN-Dreihausen) scheint bei der Fütterung des Nachwuchses ein Problem mit diesem `Happen´ zu haben, 17.05.2018 Foto: Bernhard Glüer

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