Tagesarchiv für den 10. Juli 2014

Selm: Austernfischer, Steinkauz, Waldohreule, 10.07.2014 (Ilona Jädtke, Benedikt Warnke, Uwe Norra)

Abends trafen wir uns rechtzeitig am Brutplatz der Waldohreulen am Stadtrand von Selm. Da die Jungen ihren Aktionsradius von Tag zu Tag erweitern konnte von den vier Jungen nur ein Exemplar festgestellt werden. Außerdem dort jedoch auch ein Steinkauz und Rufe eines überhinfliegenden Austernfischers.

Kurz vor meiner Flucht vor der aufziehenden Gewitterfront kam es noch zu einem Gespräch mit einem Anwohner. Dieser berichtete erfreut über seine Beobachtungen an den Waldohreulen. Als die Jungen gerade flügge waren hätten sie nahe an seinem Haus gesessen und er hat interessiert zugeschaut. Dabei wunderte er sich über den Jagderfolg. Einmal stellte er fest, wie das Männchen schon vor Sonnenuntergang innerhalb weniger Minuten vier Mäuse anbrachte, um diese dem Weibchen zu übergeben, die zum Füttern bei den Jungen geblieben war.

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Waldohreule, ein jagender Altvogel. Erfreulicherweise saßen abends die Anwohner auf ihren Terrassen, um das Schauspiel der Jungenaufzucht zu erleben. Wenigstens soweit gibt es eine positive Einstellung der Bevölkerung zur Natur. Foto am 03.07.2014 Uwe Norra

Donnerstag, 10. Juli 2014

Unna-Massen: Turmfalken am 10.07.2014 (E.Spillman-Preuß)

Ein letztes Familienfoto vor dem Ausfliegen?

Nach 2 Tagen Dauerregen hätte ich gedacht, dass sie schon ausgeflogen wären.

Noch ein schönes Familienfoto aus der Kinderstube am 10.07.2014 Foto: E.Spillman-Preuß

Noch ein schönes Familienfoto aus der Kinderstube am 10.07.2014 Foto: E.Spillman-Preuß

Donnerstag, 10. Juli 2014

Fröndenberg: Regenopfer, 10.07.2014 (Karl Heinz Beck)

Der kleine Storch ist offensichtlich ein Regenopfer. Vom Aussichtshügel nur 1 Kiebitz, nur ein kurzer Aufenthalt von 2 Silberreihern und 1 Graureiher, 1 Kormoran sowie ein überfliegender Schwarzmilan.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Fröndenberg / Unna: Nachlese der Regenfluten, Grünschenkel, Kampfläufer, Bruchwasserläufer, Waldwasserläufer, Rohrweihe, Wiesenweihe, u.a., 10.07.2014 (B.Glüer)

Bei einer heutigen „Nachlese“ nach den sintflutartigen Regenfällen der letzten Tage ergab sich bei schwül warmem Wetter mit sogar relativ viel Sonnenschein ein vielseitiges Bild. Von den gestern etwa auf dem Golfplatz „Am Winkelshof“ gefundenen Feldmausleichen war heute Morgen schon ein Teil verschwunden. Vermutlich haben sich schon in der Nacht Fuchs, Dachs & Co über das sprichwörtlich „gefundene Fressen“ hergemacht. Auch Krähen, Mäusebussarde etc. dürften sich über den „gedeckten Tisch“ gefreut haben.
Auffällig waren auch vermehrte Gesangsaktivitäten – z. B. 2 Gelbspötter auf dem Golfplatz (Brutverlust?).

In den Hemmerder Wiesen heute erneut 7 Graureiher – sehr entspannt (satt?!). Außerdem in den patschnassen Wiesen: 2 Kampfläufer, 1 Grünschenkel, 3 Bruchwasserläufer, 3 Waldwasserläufer, 6 Nilgänse, 1 Rostgans, 36 Lachmöwen und eine überhinfliegende Rohrweihe (w). Am Brutplatz „UN serer“ Wiesenweihen flog das Weibchen über das völlig daniederliegende Getreide des Brutfeldes mit Beute, die es dann selbst fraß. Ob der Nachwuchs noch lebte, konnte aus der Ferne nicht festgestellt werden.

Nördlich des Steiner Holzes, an einem Gehöft, ein beringter Steinkauz mit einer Flügelverletzung. Er ließ den Flügel hängen – konnte allerdings etwas unbeholfen fliegen. Bei Hemm-Pedinghausen ein weiterer Steinkauz in der Sonne dösend.

Wie auf einem Schlachtfeld: Feldmäuse als Opfer der Regenfluten, 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

Wie auf einem Schlachtfeld: Feldmäuse als Opfer der Regenfluten, 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

Auch diese Spitzmaus hat die Nässe nicht überlebt, 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

Auch diese Spitzmaus hat die Nässe nicht überlebt, 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

An den gefluteten Hemmerder Wiesen erfreuen sich hier 1 Grünschenkel, 2 Kampfläufer und 2 Waldwasserläufer, 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

An den gefluteten Hemmerder Wiesen erfreuen sich hier 1 Grünschenkel, 2 Kampfläufer und 2 Waldwasserläufer, 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

Beringter Steinkauz mit Flügelverletzung, 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

Beringter Steinkauz mit Flügelverletzung, 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

Steinkauz in Hamm-Pedinghausen..., 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

Steinkauz in Hamm-Pedinghausen..., 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

...scheint den Platz an der Sonne zu genießen, 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

...scheint den Platz an der Sonne zu genießen, 10.07.2014 Foto: Bernhard Glüer

Donnerstag, 10. Juli 2014

Fröndenberg: Weißstorchjungvogel wohl gestorben und Silberreiher am 10.07.2014 (Gregor Zosel)

Der zweitätige Dauerregen ist die Ursache des Verlustes auch des zweiten Weißstorchjungvogels auf der Kiebitzwiese. Seit etwa 3 Tagen keine Aktivitäten seitens des Jungstorches mehr beobachtet. In den zwei Nächten mit Daueregen hat kein Altvogel Nachtwache gehalten ( Horst „erstmals“ an beiden Tagen in den Frühstunden verlassen vorgefunden), so daß der pitschenasse Jungstorch bei Temperaturen um die 10° Celsius wohl unterkühlte. Ob genügend Futter angschafft worden ist, ist auch fraglich. Seit gestern pilgern nun unentwegt die Fröndenberger „Stammgäste“ der Kiebitzwiese zum Aussichtshügel, um sich vom Verlust auch des zweiten Jungstorches zu vergewissern. Tragisch, aber so ist die Natur mit den zunehmenden Wetterkapriolen.
Dafür heute früh im dichten Nebel die ersten 2 Silberreiher auf der Vernässungsfläche. Im letzten Jahr war die Erstbeobachtung von Silberreihern auf der Kiebitzwiese erst am 19.August !
Bei den Neuntötern am Flößergraben mindestens 2 flügge Junge.

Leider hat es mit dem Flüggewerden des Storchennachwuchs in diesem Jahr auf der Kiebitzwiese nicht geklappt. Der Daueregen über zwei Tage ist wohl die Ursache des Verlustes des Jungstorches.....am 10.07.14 Foto: Gregor Zosel

Leider hat es mit dem Flüggewerden des Storchennachwuchs in diesem Jahr auf der Kiebitzwiese nicht geklappt. Der Daueregen über zwei Tage ist wohl die Ursache des Verlustes des Jungstorches.....am 10.07.14 Foto: Gregor Zosel

Zwei Silberreiher im Frühnebel auf der Kiebitzwiese.....am 10.07.14 Foto: Gregor Zosel

Zwei Silberreiher im Frühnebel auf der Kiebitzwiese.....am 10.07.14 Foto: Gregor Zosel

Silberreiher im Flachwasser.....am 10.07.14 Foto: Gregor Zosel

Silberreiher im Flachwasser.....am 10.07.14 Foto: Gregor Zosel

Erfolgreiche Jagd zwischen den staunenden Graureihern.....am 10.07.14 Foto: Gregor Zosel

Erfolgreiche Jagd zwischen den staunenden Graureihern.....am 10.07.14 Foto: Gregor Zosel

Donnerstag, 10. Juli 2014

Bergkamen: Weißstorch-Verluste am 10.07.2014 (Gudrun und Günter Reinartz, Carlo Kortenbruck)

Auch in Bergkamen gibt es nun traurige Gewissheit: Schon als wir am 10.07.2014 ankamen, war das Nest verwaist und beide Alt-Störche ausgeflogen. Ein Storch kam zurück und einen Moment glaubte ich, einen Jungvogel gesehen zu haben. Doch das konnte ich nicht dokumentieren. Dann flog er wieder weg und das Nest war erneut verwaist! Nach Rücksprache mit der Landwirt-Familie Kortenbruck vom Nachbarhof konnte der Sohn Carlo Kortenbruck in Abwesenheit der Altstörche ein Foto vom Horst machen. Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden zur Gewissheit. Beide Jungstörche liegen reglos im Nest. Die Kälte und Nässe der letzten Tage haben sie nicht überstanden. Wir waren alle betroffen.

Erschwerend ist für die Storchenaufzucht im Kreis Unna wohl dazu gekommen, dass beide Storchenpaare – vielleicht aufgrund ihrer „Jugend“ – relativ spät mit der Brut begonnen haben. Eingespielte Paare haben inzwischen flügge oder fast flügge Jungvögel, die solche Schlechtwetterphasen vielleicht besser überstehen können. Von der Vogelwarte Radolfzell (Max-Planck-Institut), einer der Brutpartner aus Heil trägt einen Ring der Zentrale, wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass trotz Dauerregen im Süden die dort bereits größeren Jungvögel noch durchhalten. In Westfalen hat es nach Mitteilung aus Minden-Lübbecke (Alfons Rolf Bense) über den NWO-Verteiler aber auch bereits deutliche Verluste unter den Jungvögeln gegeben. Zurückgeführt wird dies auf das extrem naß-kalte Wetter des Frühjahrs. „Landstrichartig“ gingen dort in einigen Teilräumen alle Jungvögel im Horst ein.

Tote Weißstorch-Jungvögel im Nest auf dem Feuerwehrhaus in Bergkamen am 10.07.2014 Foto: Carlo Kortenbruck

Tote Weißstorch-Jungvögel im Nest auf dem Feuerwehrhaus in Bergkamen am 10.07.2014 Foto: Carlo Kortenbruck

Donnerstag, 10. Juli 2014


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